Montag, 14. Dezember 2009

Sadhu - pakistanische Geschmacksexplosionen in Kreuzberg

Diesen kleinen Geheimtipp hab ich von einem Kumpel, der direkt um die Ecke wohnt und mich vor einer Woche hierher entführt hat.
Es hat mir so gut gefallen, dass ich unbedingt wieder her musste. Ich hatte es meiner Rose vollmundig als kleines kulinarisches Einod in Kreuzberg angekündigt und von den Geschmacksexplosionen die ich hatte geschwärmt.
Ok ich gebe es zu ich hatte letztens nur eine Suppe aber dieses Hünchen-Curry mit frittiertem Bockshornklee hatte es mir angetan.

Sadhu - pakistanische Geschmacksexplosion in KreuzbergSadhu - pakistanische Geschmacksexplosion in Kreuzberg

Dazu gibt es auch beim pakistaner die verschiedensten Naan Sorten, die alle wunderschön mit feinem Gee (geklärter Butter) überzogen sind.
Sadhu - pakistanische Geschmacksexplosion in KreuzbergSadhu - pakistanische Geschmacksexplosion in Kreuzberg

Rose hatte Pakoras mit Mandeln, Rosinen und Erbsenfüllung. Den Salat zu den Pakoras, hätte man sich schenken können, kleingeschnibbelter Kopfsalat mir Kraut... ist halt Geschmackssache.
Dazu wie auch beim Inder üblich 3 Soßen: milder Joghurt, leicht süßer Chili und unglaublich sehr sehr scharfe grüne Chilipaste.

Sadhu - pakistanische Geschmacksexplosion in KreuzbergSadhu - pakistanische Geschmacksexplosion in Kreuzberg

Natürlich waren wir von den Vorspeisen schon leicht angefüllt, denn so ein Fettbrot verdaut sich nicht in einem Wimpernschlag :-)

Die Hauptspeisen-Karte ist jedoch echt mal eine Abwechslung und nachdem meine Kollegen letztens so geschwärmt haben, habe ich mich schon sehr gefreut. Zur Linken sieht man meine Ente mit Zwiebeln, Knoblauch und Paprika, die in einer leicht süßen scharfen Chilisoße gegart wurde.
Ich denke sie wurde darin auch mariniert, denn sie war Butterzart. Ein Traum.

Rose hatte nicht so großes Glück und hatte wie zur Rechten zu sehen, Hünchen mit pakistanischem Kürbis. Der Kürbis war auch hier mal was anderes, aber leider durch die dicke Kräutermischung die alles umgab etwas versemmelt. Kräuter und Gewürze schön und gut, aber sie müssen nicht in fasst Originalform noch im Essen sein. Ich zumindest beiße nicht gern auf Kardamom und zähe Ingwerwurzeln :-)

Aber ich komme wieder und bestell wieder die Suppe zu unglaublichen 2.60€ Sowie eine andere Hauptspeise für Rose für nur ca 9€

Bewertung(1-5):.
Essen:3
Ambiente:3
Preise:4
Bedienung:4




Sadhu

sadhu-berlin.de

Falckensteinstraße 41
10997 Berlin
030 7621-1720
Wegbeschreibung abrufen - Ist dies richtig?










Dienstag, 10. November 2009

Restaurant Jules Verne

#Mauerfail
Zum Tag des Mauerfalls am 9.11.2009 haben wir uns die Beine am Brandenburger Tor in den Bauch gestanden und den rechten Arm mit dem Regenschirm gestaucht.
Nachdem wir nach der Feier nicht durchs Tor gehen konnten (#fail) um unseren Vater auf der West-Seite in den Arm nehmen zu können, mussten wir über S-Friedrichsstraße ausweichen und haben uns dann am HBF vereint.
Da die lukullischen Freuden am HBF nicht verteilt werden entschieden wir uns in den "Westen" zum Savigny-Platz zu fahren.


Dort angekommen waren es auch nur ein paar Schritte bis uns das schöne Äußere des Restaurant Jules Verne einlud. Das Interieur ist sehr schlicht gehalten, etliche einfache Tische die eher ungemütlich auf uns wirkten, wir haben uns daher auf die typische Ledereckbank gezwängt und 2 Tische zusammengestellt.



Restaurant Jules Verne


Hier ein wunderschöner Eindruck. Eine wunderschöne handgeschriebene Wochenkarte mit sehr kreativen Gerichten. Leider kann ich euch nichtmehr genau sagen, was es alles gab, denn die Wochenkarte wird auf der Jules Verne Homepage nur als weiße Seite angezeigt ;-(
(Update: auf Nachfrage per Mail bekam ich gerade die Mitteilung, dass die Seite bald wieder verfügbar ist http://www.jules-verne-berlin.de/aktuelles.html)


Vom Namen her denkt man nun man sitzt in einem französischen Restaurant, aber erstens sind die Preise nicht typisch französisch exorbitant überteuert und zweitens bietet die Karte auch Klassiker wie Wiener Schnitzel mit Gurken-Kartoffelsalat, oder Cous-Cous mit Lammwürsten. Ich und meine Mitesser :-) fanden die Karte gut zusammengestellt.


Als Gruß aus der Küche bekamen wir einfaches Stangenbaguette mit einer Kräuterquarkcreme sowie feinstem Gänsegriebenschmalz. Bravo dafür. Der halbe Bordeaux für 10€ war sehr gut und in schönen Gläsern und Karaffe vom Weingut Kreuzberg kredenzt. Der Bordeaux war auch der einzige französische Rotwein, sonst gab es eine tolle Auswahl an Riojas und italienischen Spezialitätsweinen.


Kommen wir zum Essen:


Restaurant Jules Verne


Rose hatte eine vorzügliche Geflügelleber in einer Art Blätterteig. Die Leber war wunderbar mit Majoran abgeschmeckt und selbst mich als nicht gerade großer Leberfreund hat sie begeistert. Der Salat war schön mit Himbeerdressing und links im Bild Hagebuttenmuß angemacht. Ich glaube die Leckerei war um die 9€ also OK.


Restaurant Jules Verne


ALi hat sich einen Kürbisauflauf mit Ziegenkäsebechamel bestellt und war ganz zufrieden. Vielleicht hätten die Lasagneplatten etwas weicher sein können, aber bei so einem Tagesgericht und der Uhrzeit bei der wir die Küche geprüft haben (ca 23.XX Uhr) ist das schon verständlich das nicht mehr alles weich ist :-)


Eine weitere Mitstreiterin bestellte die Fischsuppe und war rundum zufrieden. Als Beilage zur Suppe gab es Parmesan (für mich neu) und natürlich Ajoli.


Restaurant Jules Verne


Ich konnte natürlich nicht wiederstehen und habe mich auf die Spuren von Jules Verne begeben und habe etwas neues französisches ausprobiert und mit allen sinnen erforscht. Boudin noir mit Zwiebelkonfit, Kartoffelpürre und einer herlichen Rotwein/Portwein Reduktion.
Die Boudin noir ist eine sehr feine Blutwurst ohne Fettstücken die so perfekt zum Zwiebelconfit (Zwiebeln, Äpfel, Zucker, Essig) passt. Dazu noch die sehr sehr aromatische Reduktion und schon ist der Schtief begeistert. Der Preis für diese Leckerei lag dann aber auch fast doppelt so teuer wie die anderen Gerichte bei 15€.


Zusammengefasst: eine neue Perle, die es laut Google und Presse wohl schon länger gibt und die man aufgrund der wechselnden Wochenkarten ruhig öfters besuchen kann. Übrigens ich arbeite ja fast in der Nähe und werde demnächst mal das preiswerte Lunchangebot austesten.

Achso kleine Geschichte am Rande, die Kellnerin vergaß einen Weißwein auf die Rechnung zu schreiben. Wir haben natürlich gerne daraufhingewiesen und ihn mitbezahlt.

Bewertung(1-5):
Essen:4
Ambiente:2
Preise:4
Bedienung:3



Jules Verne Restaurant

www.jules-verne-berlin.de

Schlüterstraße 61
10629 Charlottenburg, Berlin
030 3180-9410

Freitag, 6. November 2009

Droidcon & Droidcamp 2009

Erst einmal ein kräftiges Dankeschön an die Organisatoren des Barcamp Droidcamp und der Konferenz Droidcon. Es war eine wunderbare Veranstaltung, die begeistert hat.


1. Tag Droidcamp


alle ausser ich tragen hier auf dem #droidcamp klarnamen am hemd ;)  darf ich vorstellen: Mister Schtief


Ich berichte hier von meinen Eindrücken und persönlichen Highlights. Die beiden Tage fingen auch gleich mit einem Lacher an. Ich hatte mich bei der Plattform mixxt.de für das Barcamp angemeldet und als Namen wie immer öfters in letzter Zeit "Mister Schtief" angegeben. Da war die Überraschung groß, als ich dann auf dem Barcamp angekommen merkte, dass eben dieser Name auf mein Namenschild gedruckt wurde :-)
Lustig natürlich immer die verdutzten Blicke der anderen Teilnehemer, wenn sich ihre Blicke auf meiner Brust verirrten :-)


Für alle die nicht wissen, was ein Barcamp ist, empfehle ich den entsprechenden Eintrag in der Wikipedia. Kurz zusammengefasst, nach einer kurzen Begrüßung der ca 150-200 Teilnehmer hat jeder kurz seinen Namen gesagt und 3 Wörter die ihn beschreiben. Nach ca. 45 Minuten wusste man in etwa mit welcher crowd man es zu tun hat.
Der nächste Schritt ist dann, dass alle die eine Session (Vortrag, Fragerunde, Spiel, Problembehebung, einfach alles was gemeinsam möglich ist) machen wollen nach vorne kommen und den Titel auf einen Zettel schreiben. Die Sessions werden kurz vorgestellt und nach dem Interesse gefragt. Werden genug Arme gehoben, hängt man seinen Zettel an das Session Grid das in TimeSlots und Räume unterteilt ist.
Schwupps und schon steht die selbstorganisierte Konferenz.


der #droidcamp schedule ich bin um 11.45 dran


Ich bin mit meinem Kumpel Ben (http://www.keyboardsurfer.de) zum Droidcamp gekommen und wir haben uns kurzfristig entschlossen auch 2 Sessions zu machen. Ich habe meine Post-Privacy Provokation http://www.schtief.org "Ich mache meine Vorratsdatenspeicherung lieber selber" vorgestellt und Ben hat seinen Vortrag vom Berliner Android Stammtisch zum Thema Android Rooting (Folien) gehalten.



Ich habe zuerst schtief.org vorgestellt dann ein wenig über die Entwicklung der Technologie gesprochen. Von der Android App die die Location als Backgroundservice an Google Spreadsheets gesendet hat bis hin zu Google Latitude welches ich nun mit der WhereIsSchtief App Engine auslese.
Dann noch die Integration von Flickr und Twitter und dann ging die hitzige Diskussion los :-)
Mittendrin habe ich dann noch den Begriff Post-Privacy vorgestellt und meine Zuhörer animiert sich eine Gesellschaft vorzustellen, bei der jeder über jeden alles wissen könnte.



Dazu schrieb @cpwackernagel (der auch das Foto hier gemacht hat) passend bei Twitter "@mrschtief das war ja schon fast esoterisch die Diskussion". Als Abschluss habe ich dann meine Session ad absurdum geführt und meine Position "gelogen" und schwupps war ich in Hamburg auf der Reeperbahn :-)


Die beste Session am Tag wurde von Tobias Rho von der Universät Bonn / Firma Qeevee er machte eine Doppelsession zum Spiel "Mister X mobile".



mister x kennt sich in dahlem nicht aus wir haben ihn,jetzt google  earth reply #droidcampjetzt gehts los mister x haut ab 2min vorsprung bekommt er #droidcamp


Ich will nicht zu viel verraten, aber dieses RealLife Spiel ist echt der Hammer. Wir haben uns durch Dahlem gejagt und hatten einen Riesenspass dabei. Ein Spieler ist Mister X und bekommt z.B. 2 Minuten Vorsprung. Ist diese Zeit abgelaufen, sehen ihn alle Jäger auf ihrer Google Map, sprechen sich kurz ab und machen sich auf die Verfolgung.
Die Position von Mister X wird nun alle 2 Minuten wieder angezeigt es sei denn, Mister X findet ein Gadget auf der Karte, dann geht er dort hin und sammelt es virtuell ein, um so z.B. seine Zeitdauer zu verlängern. Auch die Jäger können Gadgets wie z.B. Nebelbomben, die die Karte weiß übermalen, oder z.B. Konferenzcalls, mit denen sich alle Jäger telefonisch unterhalten können, finden.





Hier seht ihr den Ablauf des Spiels bei dem ich Mister X (schwarz) war und eine Finte gelegt habe, indem ich in eine Straße gegangen bin und kurz nachdem ich sichtbar war, die Straße wieder zurückgegangen bin. Meine Jäger dachten jedoch ich wäre die Straße weiter reingelaufen :-)
Wenn alles glatt geht, dann können wir warscheinlich auf dem nächsten Berliner Android Stammtisch ende November alle Mister X mobile spielen. Drückt die Daumen.


Weiterhin bleibt noch die Session von perfecto mobile zu erwähnen. Sie begann zwar als vermeintlicher Sales Talk und einige verliessen den Raum, aber sie wurde noch spannend. perfecto mobile bietet einen Dienst an, bei dem man seine Android oder sonstige Applikationen auf eines der über 400 Telefone installieren kann. Das besondere: perfecto mobile hat alle Telefone in ein Rack gesteckt und beobachtet jedes Gerät mit einer Kamera. So kann man seine App auf jedem Gerät testen, und dabei über die Kamera live zu sehen wie sie sich verhält, die Maus ersetzt den Fingerdruck auf dem Display.
So weit so schön, aber als sie dann noch ihre automatische Testumgebung vorgestellt haben, ist uns doch schon die Kinnlade leicht heruntergeklappt. Ich könnte also ein Testskript schreiben, welches mal hier mal da klickt und könnte dann ein screenshot machen (über die ADB) und mit Hilfe derer OCR Software das Angezeigte auswerten und einen Testanker setzen.
Wenn man das ganze jetzt noch automatisiert in seine Build-Prozesse einbaut :-)


Wir haben uns dann alle nochmal zum Wrap-Up getroffen und haben diskutiert, was man wie eventuell besser machen kann. Auf jeden Fall waren alle begeistert und freuen sich schon auf das Droidcamp 2010


2. Tag Droidcon

Ich muss gestehen, ich habe mir die ersten 2 Keynotes der Konferenz gespart, da ich den Abend vor dem Droidcamp schon ordentlich einen mit den Droidcamp Organisatoren gehoben hatte und nach dem Droidcamp auch noch in meiner Bowling Liga IBL ran musste.
Nach der Kaffepause hörte ich mir dann die Vorträge im Plenum (Android - the Philosophy, the Ecosystem and the Technology, Cross Platform Development: Where to start from and how to cross OS borders) gelangweilt an. Nichts wirklich neues für mich und auch hier wieder dieses schnelle englische Reden macht mich einfach irre und ich komm verdammt schnell raus, aber das ist wohl mein alleiniges Problem oder?

Nach dem wiedermal tollen Buffet gab es dann 4 Track mit je 6 Vorträgen. Von den 6 die ich gehört habe waren 2.5 interessant :-)


Der beste Vortrag des Tages, aus meiner Sicht, kam auch gleich zuerst im Application Track "Indoor Positioning with Smartspace"
Das Problem: In Gebäuden wie Universitäten, Flughäfen oder Behörden hat man keinen GPS Empfang und kann so nicht wie gewohnt navigieren.
Ein paar junge Studenten der Uni Tuebingen haben sich mit diesem Problem beschaeftigt

und verknuepfen GSM bzw. WLAN Fingerprints mit den Daten der Beschleunigungssensoren sowie des Kompass des Androids.
Es gibt bereits eine Lern-App, mit der man durch Räume gehen kann und die Netzwerkumgebungen lernen kann. So empfängt man z.B. in der Küche Nachbars Wlan-Netzwerk während man vielleicht im Schlafzimmer kein GSM empfang hat. Anstelle von Navigation in der eigenen Wohnung koennte man sich z.b. automatische Lichtschaltung nach Raumbenutzung vorstellen.

Sobald die Diplomarbeiten abgeschlossen sind wird das Projekt Open Source. Nochmal Bravo und Toll.


Danach enttäuschte mich leider der Anfang des Zanox Sales Talk, @kr1sp1n hat dann noch die Kurve gekriegt und eine Android-Lehrbuch App vorgestellt. Andora, so heißt sie verwendet mittels zwei Intents zwei weitere Apps. Zum einen den Barcode-Scanner um den Barcode eines Buches zu Scannen, sowie Twidroid um einen Link zu eine Zanox Partner der das Buch anbietet per Twitter zu empfehlen.

Schade auch fuer die beiden sympathischen Jungs die extra aus Brasilien angereist sind um ihr Andromeda (Android Motion Effects Detection Architecture) Projekt vorzustellen. Eigentlich eine tolle idee Handybewegungen wie z.B. ein Schütteln über ein Framework erkennen zu lassen. Aber die Codebeispiele zeigten,dass die erkennbaren Bewegungeng sich auf einfache links/rechts/hoch/runter-bewegungen beschränken, da einfach nur mit den vorherigen Beschleunigungen verglichen wurde.
Aber so ein Vortrag regt natürlich auch an und so haben wir uns gleich das Framework mit einem lernfähigen neuronalen Netz vorgestellt mit dem man auch komplexe Bewegungen erst erlernen und danach erkennen könnte.

Cebit 2003

Spannend fuer mich wurde es dann beim Shark (mobile Shared Knowledge) Vortrag.


Shark ist ein Framework um Daten mit Hilfe von semantischen Netzen im P2P style (z.b. im Vorbeigehen mit Bluetooth) auszutauschen.
Das Bild hier links zeigt mich im Jahre 2003 auf der CeBit. Ich habe als Student und studentischer Mitarbeiter damals an der TU-Berlin an diesem Projekt gearbeitet und Studenten betreut.
Jetzt 6 Jahre später ist das Projekt mit über Umwege an der HTW Berlin gelandet und hat mit Android ein passendes mobiles Framework als Grundlage gefunden.



Leider hat sich das Projekt nicht wirklich verändert/verbessert. Es wird immer noch am Framework und dem Konzept gewuselt und so weit wie wir damals mit unserem Prototyp mit Palm+Bluetooth auf der CeBit waren sind die Android Entwickler noch lange nicht.
Shark fehlt es einfach an einer Killer-App die das Konzept dahinter einmal richtig zum Vorschein bringt. Nach dem Vortrag wurden deshalb auch viele kritische Fragen zu SPAM und Reputation gestellt. Ich würde mich jedoch freuen, wenn Shark irgendwann einmal fliegen lernt und es Anwendungen dafür gibt.


Erwähnenswert war dann noch der Vortrag von Arne Handt (@handtwerk) zum Thema Face Detection with Android. Stellt euch vor ihr könnt euer Android einschalten indem ihr in die Kamera schaut :-)


Alles in allem zwei wunderschöne Tage.


Hier ein QIK-Video vom Abschlusspanel
Und hier die Twitterliste mit allen die auf dem Droidcamp und der Droidcon getwittert haben

Weitere Blogposts über das Droidcamp und die Droidcon

Freitag, 23. Oktober 2009

Android Stammtisch Berlin Mittwoch 28.10.2009 @ c-base

Der nächste Berliner Android Stammtisch findet am Mittwoch den 28.10.2009 in der c-base statt.
Es ist unser letztes Treffen vor der Droidcon '09 und wir freuen uns auf die neue Location*.
Bis jetzt haben wir schon zwei Programmpunkte und hoffen es kommen noch welche dazu:

Wer noch sein Projekt oder Androidrelevantes vorstellen möchte, meldet sich bitte auf unserer dedroid Mailingliste

Weitere Infos findet ihr wie immer unter http://www.android-in-berlin.de
und ab Montag auch bei http://www.androidpit.de

* natürlich mit Mate :-)

Dienstag, 6. Oktober 2009

Google Latitude and Twitter

In the next days/weeks/month Twitter will enable its location informations. That means it will be possible to attach location informations to every tweet.
I am beta testing this new feature and i have written a twitterbot, that can trace your tweets and show them on a map. All you need is opt-in for location sharing in your twitter profile and following @whereisschtief.

Google Latitude and Twitter mashup for schtief.org

While this feature is not available to everyone, i made a mashup of Google Latitude and Twitter.
Just visit schtief.org there you will see a Google Map with markers that show my location reported by latitude. The markers with a star do contain tweets i made around the time i was at this location.

On the screenshot you see me tweeting at the station Alexanderplatz,
that i dodged the fair today :-)

If you want to test this, just send me your Google Latitude id (which you will get here)

Next step is adding Flickr stuff and building a small community portal around :-)

WhereIsSchtiefis an Open Source Project. See my older Blogpost with the tag WhereIsSchtief for history and more informations

Sonntag, 13. September 2009

Ich mache meine Vorratsdatenspeicherung lieber selber


Diesen Spruch und einen Hinweis auf http://www.schtief.org habe ich mir auf ein Plakat geschrieben und bin damit auf der "Freiheit statt Angst" Demonstration herumgelaufen.

Nun dies ist sicher etwas verwirrend und ich möchte meine Aktion erklären.
Ich mache meine Vorratsdatenspeicherung lieber selber

Auf der Seite schtief.org sieht man eine Karte auf der mit Rot mein Bewegungsprofil der letzten 36 Stunden dargestellt wird. Dieses Bewegungsprofil erstelle ich anhand der Ortungsdaten die mein Handy aussendet. Diese Positionsangabe sendet mein Handy auch ohne angeschaltetes GPS, denn es verwendet nur die aktuellen Informationen der GSM-Zellen, in die mein Handy eingeloggt ist.
Neben dem aktuellen Profil kann dort über ein Datumsauswahlfeld auch mein Bewegungsprofil der letzten Monate eingesehen werden.

Ich mache meine Vorratsdatenspeicherung lieber selber
(Auf dem Screenshot sieht man mein Bewegungsprofil auf der Freiheit statt Angst Demo, dabei ist gut zu erkennen, dass wir über eine Stunde am Potsdamer Platz warten mussten bevor es verspätet losging)

Aber wieso macht der das? Ist der verrückt?

Klar verrückt bin ich schon ein bisschen, aber ich möchte damit auch provozieren und zeigen was alles möglich ist. Vor allem jetzt da mittels der Vorratsdatenspeicherung alle unsere Bewegungsprofile gespeichert werden sollte man sich darüber bewusst sein.
Auf schtief.org gehe ich noch nichtmal so weit wie die Vorratsdatenspeicherung der Bundesregierung, denn die verknüpft mit meinen Positionen auch noch all meine Kommunikation. Also wen ich wann von wo aus angerufen habe.

Verknüpft man diese Daten von einzelnen Personen und lässt clevere Algorithmen darüber laufen, dann kann auch festgestellt werden, wer wen wann wo trifft oder wer mit wem befreundet ist und sich öfters trifft.

Da mach ich doch meine Vorratsdatenspeicherung lieber selber, denn meine Daten gehören mir :-)

Schtief erklärt sein Plakat
(Schtief erklärt sein Plakat)

P.S.
Nachdem ich meine Aktion den Leuten auf der Demo so erklärt habe, kamen nur positive Reaktionen. Ich war sogar kurz in der Tagesschau zu sehen und bin auf etlichen Bildern und Blogs zu dieser Demo verlinkt.

Donnerstag, 10. September 2009

Erststimme im Friedrichshain

Ich stehe vor der (Bundestags)Wahl und und kann mich nicht entscheiden!

Bis vor ein paar Wochen war für mich klar Erststimme Christian Ströbele von den Grünen und Zweitstimme Piratenpartei.
Aber desto länger ich mich mit der Politik und dem Wahlkampf befasse desto mehr stell ich mir die Frage ob ich meine Erststimme nicht auch jemand anderem geben sollte.

Eigentlich ist Twitter an meinem Dilemma schuld, denn ich habe dort Halina Wawzyniak(Die Linke) und auch Björn Böhning(SPD) kennengelernt.

Um die Kandidaten besser kennenzulernen bin ich heute beim Kiezduell im Hause der TAZ gewesen. Dort wurden alle meine drei Favoriten zum Thema "Was wählen Linke in Kreuzberg-Friedrichshain?" eingeladen.

beim #kiezduell zwischen #stroebele @halina_waw @boehningb  direktkandidaten #friedrichshain

Ich saß nah dran und konnte so miterleben wie das Duell zu einem Plädoyer für Rot-Rot-Grün wurde. Dazu muss man wissen, dass sowohl Ströbele und Böhning in ihrer Partei nicht gerade mit der Mehrheitsmeinung d'accord sind und deshalb eine Annäherung an Halina und die Positionen der Linken logisch erscheint. Da mir aber der Begriff "Partei" eh suspekt ist gefällt mir das.

Das Kiezduell jedoch beschränkte sich dann wieder auf parteipolitische Fragen und endete oft im Satz des einen gegenüber dem anderen "... aber deine Partei hat doch so abgestimmt ...". Für mich ging der Abend deshalb leider am Thema Kiez vorbei. Aber gut das war vielleicht mein Problem denn ich habe die Erststimme vielleicht falsch Interpretiert. Halina hat mich hinterher nochmal aufgeklärt, dass der Direktkandidat meines Wahlkreises eh nicht soviel Einfluss auf diesen hat.
Hier in meinem Wahlkreis haben die BVV (Bezirksverordnetenversammlung) und die Bürgermeister zu bestimmen und die sind zu meiner Überraschung Grün dominiert. Legt man diese Information zu Grunde wäre eine Entscheidung hin zu Ströbele wohl die naheliegenste, denn ein Grüner hat hier sicherlich den meisten Einfluss.

Trotzdem bin ich noch unentschieden, denn Björn und Halina haben auch ihre Reize.
Björn Böhning z.B. setzt sich stark für die Wahrung der Bürgerrechte vor allem in Bezug auf Internet ein und könnte der SPD den nötigen frischen Wind bringen den sie dringend braucht.
Aber, ich will jetzt nicht zu persönlich werden, Björn macht mir einen zu abgeklärten berufspolitischen Eindruck auf mich. Seine Antworten sind druckreif, zu professionel und mit einstudierten Witzen gespickt.
Halina dagegen ist mir persönlich von ihrer Art her sehr sympatisch aber ob ich hundertprozentig mit den starken Forderungen der Linken konform gehe? Ich glaube ich habe noch nie Links gewählt :-)

An Ströbele liegt mir sehr an seiner ruhigen ja schon fast weisen Art und natürlich seine Präsenz auf den Demonstrationen auf den ich ihn immer wieder treffe. Ich empfinde er hat sehr viel für die Demokratie in unserem Land geleistet und wenn es auch nur das ist, dass ich immer sage "Ströbele ist der einzige Politiker dem ich vertraue". Aber Ströbele ist nunmal schon sehr sehr alt und der Politik vielleicht 4 Jahre nicht mehr gewachsen und vielleicht kann ich ja auch Halina und Björn vertrauen?

Hat jemand noch Argumente oder Gefühle für meine (Bundestags)Q/Wahl?

Tarte mit Lauch und Speck

Rose hat letztens eine Tarte-Form gekauft, die wir schon so lange haben wollten. Gestern hatte sie Nachtdienst und ich abends nichts zu tun, also habe ich mich mal an meine erste Tarte gewagt.


Wie unschwer am Namen zu erkennen handelt es sich um ein französisches Gericht welches auf einem Mürbeteig basiert und nach Lust und Laune belegt werden kann. Es gibt sie in süß (z.B. mit Apfel Tarte Tatin) oder wie meine herzhafte Kreation mit Lauch und Speck.


Hier also mein Tarte Rezept:
tarte de poireau au lardtarte de poireau au lard


Zutaten sind ganz einfach. Für den Teig:

* 200g Mehl + 125g Butter + Prise Salz + Messerspitze Backpulver

Butter schaumig schlagen und alle anderen Zutaten hineinsieben. Kurz durchhacken (nicht durchkneten) und eine Stunde im Kühlschrank in Folie ruhen lassen.

tarte de poireau au lardtarte de poireau au lard


Währenddessen habe ich den Lauch geputzt und in heißem Salzwasser kurz blanchiert und danach im Eiswasser abgeschreckt. Das erhält die Farbe und macht einen schönen Biss :-)

Den Bauchspeck in Stücke geschnitten und bei niedrigster Hitze in der Pfanne ausgelassen. Aus dem Fett nehmen und abtropfen lassen.

tarte de poireau au lardtarte de poireau au lard


Den Teig ausrollen (ich hab ihn wohl zu dünn ausgerollt, das nächste mal nehm ich 100g mehr Teig), einen großen Teller drauflegen und auschneiden. Die Form ausfetten und leicht mit Semmelbrösel auskleiden. Teig rein und leicht andrücken.

Normalerweise hätte ich jetzt Ei und Sahne verquirlt und als Füllmasse verwendet, aber die Eier waren noch nicht gelegt. Also hab ich mir mit einer Schmand & Fuoco de Calabria Mischung beholfen. Die ist fruchtig und verdammt scharf :-)

Damit den Boden bestreichen, Lauch und Speck draufgeben und noch ein paar Kleckse mittenrein machen.


tarte de poireau au lardtarte de poireau au lardtarte de poireau au lard


Mit Käse bestreuen und dann für 30 Minuten im Ofen bei 175°C backen.

Bon apetit! :-)

tarte de poireau au lard

Mittwoch, 22. Juli 2009

Trattoria Libau in Berlin Friedrichshain

Seit unserem Italienurlaub im Frühjahr diesen Jahres waren wir nicht mehr richtig italienisch essen. Gut wir haben Pizza im Garten gebacken, aber so richtig mit antipasti, primi und secondi piatti, dass gab es zuletzt in Italien. Weit weg wollten wir auch nicht, also besann ich mich auf die sehr wenigen guten Italiener in Friedrichshain und da fiel mir heute die Trattoria Libau in der Libauer Strasse naha Revaler, nahe Warschauer Straße ein.

Von außen typisch ostberlinerisch, schmutzig runtergekommen aber mit Flair. Innen dafür mit großem Pizzaofen gemütlich, vielleicht etwas eng.

Pizzeria LibauPizzeria Libau

Beim Blick auf die Karte, fiel uns auf, dass es garkein primi und secondi piatti gab. Es gab nur Antipasti, Salat, 5 Nudelgerichte und etliche Pizzen. Die Preise auf den ersten Blick auch ganz schön Hoppla. Ich hab jetzt mal bei Wikipedia nachgeschaut und unter Trattoria steht dort, dass es sich um ein einfaches ländliches Lokal handelt, dass meist nur ein Gericht serviert. Für meine Wünsche wär wohl ein italienisches Restaurant genau das richtige gewesen. Übrigens in Italien gibt es in einer Trattoria meist keine Pizza während in Deutschland eine Trattoria so etwas wie eine gehobene Pizzeria ist.

Pizzeria Libau

Die Antipasti, ist sie nicht ein Augenschmaus?
Kleine Crostinis mit Tomaten, Aubergine, Zuchini, sowie frisch gehobelter Salami und super megaleckerem Bressaola mit Parmesan. Überall ein wenig Olivenöl drauf. Einfach! Perfekt! nicht ganz billig.

Als Hauptspeise blieb uns ja nix weiter übrig, als die Pizza zu probieren. Diese waren recht teuer von 10€ bis 15€ und aufwärts, aber nach einiger Wartezeit wussten wir auch warum. Die Pizzen sind einfach mal riesig :-)
Wie man auf den Bilder sieht, sieht man keinen Teller und auch wenn man ein paar Zentimeter rund abgegessen hat, sieht man ihn immer noch nicht :-)


Pizzeria LibauPizzeria Libau

Der Boden superdünn und knusprig und der Belag sehr gehaltvoll und wohlschmeckend. Ich hab mich für meine Standardpizza (Spinat Gorgonzola Knoblauch) entschieden um besser vergleichen zu können. Und siehe da, die machen da echten Knoblauch drauf und was total geniales: Pinienkerne.
Rose hatte Salsicca, Bressaola und Pilze und ich muss wirklich sagen, sie war leckerer als meine.

Alles in allem Superladen! Empfehlenswert.

Bewertung(1-5):
Essen:4
Ambiente:3
Preise:3
Bedienung:4


Libauer Straße 10
10245 Friedrichshain, Berlin, Germany
+49 30 25768529Wegbeschreibung abrufen - Größere Karte anzeigen

Aprikosenkuchen Rezept Freihand

Es ist absurd, aber ich hab mir gestern einen Aprikosenkuchen frei nach Schnauze ohne Rezept gebacken und will nun das Rezept aufschreiben. ???
Ich mach das ja nur, damit ich ihn wieder so hinbekomme :-)

Also erstmal ganz wichtig Aprikosen. Die kommen bei mir aus dem Garten, aber genausogut von Kaisers oder sogar die leckeren süßen aus der Dose sind möglich(die aber gut abtropfen lassen).

i harvested some apricotsbrought the apricots home

Kommen wir nun zum wichtigsten, dem Teig. Irgendwie ist es eine Mischung aus Rührkuchen und Biskuit geworden. Also nacheinander:

* 150g weiche Butter + 150g Zucker + 3 Eigelb schaumig schlagen
* 200g Mehl und ein Päckchen Backpulver auf die schaumige Masse sieben
* Das ganze mixen und nach und nach Milch hinzugeben,
* Milch nach gefühl dosieren, nich zu flüssig, nich zu fest
* Die 3 Eiweiß sehr stark aufschlagen und behutsam unter den Teig heben

made some dough

* Form ausfetten und mit Semmelbrösel ausstreuen
* Teig einfüllen und mit halben oder viertel Früchten belegen
* Im Ofen bei 180°C so lange backen bis er rundrum braun ist
* kleiner Tip, nehmt eine Glasform, da seht ihr wie weit er ist

put apricots and cherries ontop of the doughbaked in the oven :-)

Und jetzt nur noch genießen. Am besten mit frischen früchten und Sahne :-)

i baked a yummy apricot/cherry cakeich ess mit meinen kollegen den selbstgebackenen kuchen und bin  gluecklich;)

Samstag, 11. Juli 2009

Google Latitude Location History with App Engine

*drunk*
Before Google Latitude i had my own Android program that added my location to Google Spreadsheets and displayed the locations on my website.
But now there is Google Latitude that is doing the work for me (triangulation). And thanks God* (*Google) there is the Google App Engine which lets me deploy Web Applications (Servlets) very easily and for free. So i wrote a small mashup, that collects my Latitude Location every minute and stores it @ Google App Engine via a cron job.
I added a Servlet that returns all my saved locations via JSON, so i can display them with Google Maps on my Homepage (http://www.schtief.org).

I called it Where is Schtief put it under GPL3 and added some user management stuff, so everyone of you can record your Google Latitude Location History (use action adduser or wait till i'm sober :-).

Here are the links:

Google Code Project for Google App Engine
http://code.google.com/p/whereisschtief/

My Website displaying my latest location history
http://www.schtief.org

Where Is Schtief ???

Freitag, 3. Juli 2009

Berliner Piratenparteitag

Wie in letzter Zeit vielleicht unschwer zu erkennen war, habe ich mich viel mit dem Thema #Zensursula und #Piratenpartei beschäftigt.

Nachdem das Internet Zensurgesetz im Bundestag beschlossen wurde, bin ich mit Freunden auf der Demonstration zu diesem Thema gewesen.
Am letzten Freitag dann habe ich mich entschieden der Berliner Piratenpartei beizutreten. Warum und was ich mir davon erwarte, werde ich das nächste mal berichten.
An diesem Mittwoch war ich ebenfalls mit Freunden und Rose beim wöchentlichen Treffen der Berlinder Piraten im Breipott. Dort hat der nette Florian Bischof nochmal die Partei, die Hintergründe und das Program für Interessierte vorgestellt.

Die Frage, die mich jedoch am meisten interessiert hat, konnte Florian jedoch noch nicht beantworten. Florian Bischof hatte auf der Zensursula Demo nach der Rede von Christian Ströbele angekündigt, dass er als Direktkandidat gegen ihn im Wahlkreis 84 in Berlin Friedrichshain-Kreuzberg antreten werde.
Diese Ankündigung stuerzte mich in ein dilemma, denn einerseits wuensche ich mir, dass die Piraten im naechsten Bundestag vertreten sind, und wo wenn nich in im Wahlkreis 84 Friedrichshain-Kreuzberg koennte das klappen. Andererseits bin ich jedoch ein grosser Fan von Christian Stroebele. Er ist fuer mich der einzige im Bundestag vertretene Politiker, dem ich noch mein Vertrauen schenke. Seine Arbeit im Parlamentarischen Kontrollgremiums und zahlreichen Ausschüssen kann nicht genug gewuerdigt werden.
Am besten waere wohl eine gemeinsame Kampagne mit Stroebele, aber dies konnte er mit seiner partei nicht vereinen.

Nun haben die Berliner Piraten extra zu diesem Thema einen Landesparteitag einberufen. Ich war leider oder vielleicht zum Glueck noch nicht wahlberechtigt, denn zum Schluss entschied eine Stimme ueber die Frage der Direktkandidaten.

Aber der reihe nach. Der Parteitag fand im Monster Ronson's Ithchiban Karaoke Club statt. Ein mittelgrosser Raum ohne Fenster mit Bierbaenken und Musik im Hintergrund. Als ich ankam waren ca 80 leute vor Ort und noch zwei Plaetze frei.
Der von mir schon am Mittwochtreffen als nett und kompetent empfundene Florian Bischof sprach noch einige Worte ueber die Partei (Photo links) und danach begann auch schon der demokratische Prozess. Die Teilnehmer des Parteitages gaben ein erstes Stimmungsbild per Handzeichen ab (Photo rechts).
Die Stimmung war mit 20 zu 16 für Direktkandidaten eigentlich nicht das, was ich mir erhoffte. Danach wurde der Geschaeftaordnungsantrag einer fünfminuten Pause eingebracht und einstimmig angenommen.

grüße vom #berlin er #piraten parteitag im itchyban karaoke berlin.stimmungsbild 26 zu 12 fuer das aufstellen von direktkandidaten der  #piraten #berlin

In der Pause formierten sich dann nochmal die Bedenkentraeger. Allen vorran Heide Hagen die nach der Pause einen wohlueberlegte rethorisch gut vorgetragene Redebeitrag ablieferte. Haupttenor war, dass Direktmandate zu erreichen noch schwerer wird als die 5% der Zweitstimme und dass man sich durch Direktkandidaten die Zweitstimmen versaut.
Danach wurde die Redezeit auf 3 Minuten begrenzt und es folgten noch mindestens 10 Redebeitraege pro und contra. Erfrischend war fuer mich der Applaus den jeder Redner bekam, auch von denen die nicht ihrer Meinung waren.
Das Hauptargument der Beführworter war eine erhöhte Medienpräsenz und dadurch wiederum ein Zweitstimmengewinn.
Dem gegenüber wurde jedoch auch die Angst laut, dass ein Direktkandidat der fiesen und gemeinen Presse ausgesetzt wäre und vielleicht noch nicht genug Erfahrungen hat und so der gesamten Partei schaden könnte.
Während der Beiträge habe ich meine Meinung etliche mal geändert und ich bin mir sicher ich hätte mich der Stimme enthalten.

invasion der #bergpartei auf dem #piraten parteitag.#wasserschlacht  und alter fisch geschenkt22 zu 20 diesmal gegen die direktkanditatur.vorbei @ #piraten #berlin  sind gespalten

Zwischendurch wurde der Parteitag noch von der Bergpartei gestört und ein toter Fisch überreicht und auf die Wasserschlacht am Sonntag den 6. September 2009 hingewiesen.
Aber dann gab es kein zurück mehr und nach mehrmaliger Auszählung war klar die Stimmung ist gekippt. 22 Stimmen gegen die Aufstellung von Direktkandidaten, 20 dafür bei 6 Enthaltungen.
Die Emotionen kochten danach etwas hoch, aber ich hatte ein befriedigendes Gefühl im Bauch. Nicht der Entscheidung wegen, sondern weil ich einem urdemokratischem Prozess beigewohnt habe.

Es lebe die Demokratie und Demokratie muss sich immer wieder selbst erneuern!

Deshalb fertig machen zum ändern!


Weiterführende Links:
Bericht im Berliner Piratenwiki

Bericht mit Video auf Spiegel Online