Donnerstag, 30. Dezember 1999

Donnerstag 30 12 1999

Es wird passieren! Aber warum gerade mir? Wieso habe ich vor nem halben Jahr, als ich mein onlineTagebuch programmierte nicht an das Jahr 2000 gedacht?
Aber es ist mir sowas von egal :) denn wenn ich mich nur ein bisschen umdrehe, sehe ich dort ein Snowboard blitzen, welches mir hoffentlich die naechsten Tage viel Spass in den oesterreichischen Alpen bringen wird.
Vorsaetze fuers naechste Jahr hab ich eigentlich (Rauchen) nicht, dafuer jedoch einen grossen Traum. Stefan ganz allein mit seinem Rucksack durch Indien, auf dem Weg in seinen jungen Jahren so viele Lebensarten und weisen kennen zu lernen, dass er, wenn er mal erwachsener werden sollte aus dem vollen Schoepfen kann.

Points 71>

Mittwoch, 29. Dezember 1999

Mittwoch 29 12 1999

Schon reichlich angeheitert kamen die Jungs bei mir an, einer fiel gleich aus, aber mit 5 gut gelaunten und Partyerprobten machten wir erst ne Runde ueber die mit Kneipen und Cocktailbars gespickte Simon-Dach-Strasse im F'hain. Die rockit Party im Matrix kniffen wir uns, nachdem die Schlange nicht nur ewig lang, sondern auch ziemlich prollig daherkam.
Aber zum Glueck gibt es noch den Prenz'lberg, wo wir in der H2O-Bar noch mit drei netten Italienerinnen Bekanntschaft machten. Prost Marcus und alles gute zum 20ten sag ich mit der Erinnerung im Kopfe, wie wir noch bis zum Morgen zu feinstem Drum'n'Bass durch den Pfefferberg/Subground tanzten.

Points 89>

Dienstag, 28. Dezember 1999

Dienstag 28 12 1999

Ein kleiner Zwischenstopp, auf dem Weg zum Millenium.
Ich habe die letzten Weihnachtstage angenehm "ruhig" verbracht und bin kurzzeitig mal wieder in Berlin um heute abend den 20ten Geburtstag von Marcus zu begehen. Wie heisst es im Fernsehen doch immer so suggestiv: "Was machst du eigentlich Silvester?". Der Ort ist mir egal, ich nenn es ein Set-unabhaengiges Ereigniss, doch das Setting, also die Athmosphaere ist der Punkt. Ich moecht so gern Blei giessen im Kreise meiner Freunde.


Points 73>

Mittwoch, 15. Dezember 1999

Juchuu mein erster Awar(Mittwoch 15 12 1999)

Juchuu mein erster Award

Aber mal im ernst, das ist doch beschiss, ich hab mich einfach bei 20 Awardvergebern angemeldet und ein Tag gewartet. :)

 Tom`s Award
Tom`s Award



Points 68>

Samstag, 11. Dezember 1999

Wo ist die Playse(Samstag 11 12 1999)

Wo ist die Playse?

Sie wird wohl da sein, wo sie hingehoert, mit einer Stahlkugel am Controler gezogen richtung Mittelpunkt der Erde.
Diese Madame hat uns Augen und Ohren geklaut und sie durch leichte Kost ersetzt. Den Mund haben wir dann wohl selber gehalten, um ja nicht einen Ausspruch der Sorte: "hinterher ist wie vorher" zu behindern.
Aber wieso haben wir das Wesen dieses Kastens erst so spaet erkannt??? Haben wir das? Jeder hat gewusst, wie unkommunikativ und gesellschaftsgefaehrlich das Auseinandersetzen mit diesem Nichtmenschen war. Es war immer eine schoene Zeit, doch nach dem Motto: "hinterher ist wie vorher", fragten wir uns danach, "Was machen wir jetzt?".
Heute jedoch fiel ich von Gedanken erschoepft in mein Bett und suchte das Vorher und Hinterher und stellte fest, dass das richtige Leben immer noch laeuft.

Points 87>

Freitag, 10. Dezember 1999

Freitag 10 12 1999

Seit langem habe ich heute mal wieder so richtige Gewissensbisse gehabt. Hab ich nicht schon einmal einen guten alten Freund wegen einer Frau verloren?
Ich haette ihm doch sagen koennen, dass seine Frau heute vor meiner Tuer stehen wird! Als ich dann erfuhr, dass sich ihre Wege getrennt hatten, war ich einerseits erleichtert, stellte mir aber die Frage, was ausser Trauer Sie noch dazu bewegte bei mir zu klingeln. Ich entdeckte es, als wir Ablenkung schafften, um die Aeuglein trocken zu halten; Da sucht jemand Freunde.
Auch wenn es der Mensch manchmal nicht glaubt, Freundschaft ist ein einfaches Geschenk, dass man immer anbieten und auspacken sollte.

Points 84>

Donnerstag, 9. Dezember 1999

Im Zeichen der Zukunf(Donnerstag 9 12 1999)

Im Zeichen der Zukunft

Andrea D aus Wittenberg schickt ihren Brief zur Jahrtausendwende in unser All und waehlt per Kreuzbox, ob sie ihn wiederhaben will. Mit nem Stempel zurueck bekaeme sie sogar noch nen Video. Eins wo zu schoener Musik ihr Brief vorgelesen wird und man im Hintergrund Mutter Erde sehen kann.
Wie suess!
Daran sieht man mal wieder, dass man sich dank Kommerzialisierung nicht mal mehr fuer die Wissenschaft freuen kann.
Bizarr kontradiktorisch!
Meine Traeume ueber Weltall und Raumfahrer werden immer staerker, wie heisst es so schoen : "Ich will Astronaut werden"
So stell ich mich mir vor, Informatiker und Wissenschaftler bei der ESA mit einem Daiquiri in der Hand am Strand von franzoesisch Guayana liegend. Gerade aus dem Labor der ESA kommend werde ich mich dann in die suedamerikanischen Abende stuerzen. Feuchtheisses klima, tropische Regenwaelder und Wasserfaelle. Bewohnt von 50% Indern, 30% Afrikanern und 20% Chinesen und Weissen. Da wird die Zukunft der menschlichen Globalisierung beginnen und ich mitten drin, mit dem was ich kann und koennen werde.
Im Zeichen der Zukunft hebt Stefan seine Hand, um ihn wird alles hell.



















kontradiktorisch
Eine Formel Phi Element Form(P) heisst kontradiktorisch, wenn sie bei jeder Belegung B:P -> {T,F} ungueltig ist.
Das heisst, ganz egal was man macht, es ist immer falsch. Doch wieso macht man es dann? Und was das ganze in Bezug auf
Bizarr zu tun hat, das fragen sie bitte ihren TheGI Professor.
Zurueck




















TheGI
Theoretische Grundlagen der Informatik. Man diskutiert ueber
Ausssagenlogik und Ausssagesaetze. Zurueck





















Aussage
Eine Aussage ist, was Wahr oder Falsch ist. Chrysippos(281-208 v.Chr.)
Zurueck





















bizarr
[italien.-frz], seltsam, absonderlich geformt; eigenwillig.
Zurueck























Points 89>

Mittwoch, 8. Dezember 1999

Mittwoch 8 12 1999

Ab und zu wackelt das Ich in einem doch. Jedoch kann ich Behueteter dieses Gefuehl geniessen. Wenn meine Gedanken dahinsausen, sie verlassen meine Welt, dem zu Hause meiner Interpretationen und irgendwann kralle ich mich dann an eine Idee, einen Gedanken. Er beginnt wie wohl alle mit einem wenn, dem Inbegriff der Eventualitaet.
Was waere, ich wuerd leben in meinem Kaemmerlein, den Blick ganz starr auf eine dieser Maschinen, die Haende unabdingbar von Maus und Tastatur, mit den Gedanken auf eine Veraenderung konzentriert. Ein Mensch, der so seine Motivation erlangt, ist mir nicht fremd, ich selbst kenne die Momente, wo nichts auf der Welt noch zwischen mir und meiner Begeisterung steht.
Doch dieses als einzigstes sein eigen nennen zu duerfen, stimmt mich umgeben von Menschen, Lichtern, Spass und Liebe sehr traurig. Zum einen :-)
Denn welch Glueck, dass ich kein "Hacker" bin.

Points 89>

Donnerstag, 2. Dezember 1999

Die Altruiste(Donnerstag 2 12 1999)

Die Altruisten

Ein Theaterstueck ueber die New-Yorker Drogen- und Schwulenszene und ich schaeme mich nicht Spass gehabt zu haben
Ok ich habe nicht so den grossen Plan vom Theater, geschweige denn von der Schauspielerei, denn dazu ist schliesslich mein Bruder mein Bruder, aber ich weiss, was mir gefaellt und worueber ich lachen kann. Dank rosa Koks (??), Sperma, Blut und anderen nicht so alltaeglichen Abartigkeiten, musste der geneigte Zuseher so einiges ueber sich ergehen lassen.
Sorry Mutti, dass du dir sowas reinziehen musstest, aber was koennen wir dafuer, dass "Die Wanze" ausfiel :)

Points 89>

Mittwoch, 1. Dezember 1999

Ein Mann muss gewisse Dinge einfach tu(Mittwoch 1 12 1999)

Ein Mann muss gewisse Dinge einfach tun

Ob ausgeloest durch fehlende Gehirnwindungen oder einfach nur irgendetwas anderem, wir taten es. Bjoern und meiner einer rechneten und programmierten bis tief in den naechsten Tag hinein. Sogar so lange, dass wir kein Anlass mehr brauchten um zu lachen. Ja ich merke es immer deutlicher, ich verschiebe meinen Tagesrythmus immer weiter. Komme nie vor 0400 ins Bett und nie vor 1200 raus und das im Winter, wo mich die Sonnenstrahlen schon allgemein wenig begluecken, um meinem Hormonhaushalt zu fuettern.
Bitte Weihnachten komm schnell ich bin Hundemuede.

Points 74>

Sonntag, 28. November 1999

BUKO - zwischen Dueben und Luk(Sonntag 28 11 1999)

(eigentlich Samstag 27.11.1999)

BUKO - zwischen Dueben und Luko

Dieser ewige Hass-smalltalk auf dem Wiedersehenstreffen, von wegen wo wohnst du jetzt und was machst du da, war nicht gerade eine gute Grundlage aufgeschlossen auf eine Party im Orte des Frischkaese zu gehen. Wir blieben unter uns und kippten, bis uns Dorftoelpel und seine Line lustig genug erschienen um ueber sie zu lachen. Der Pool blubberte vor sich hin und dank Schnuckel Patrick fuehlte ich mich keine Sekunde fehl am Platz.

Points 5>

Samstag, 27. November 1999

5 Minuten war sie mir fremd, dann knallte es...(Samstag 27 11 1999)

5 Minuten war sie mir fremd, dann knallte es....

Es ueberraschte mich doch sehr, dass es mir mal wieder die Schuhe auszog und ich aus den Latschen kippte. Da mach ich mal wieder meinen allerliebsten alleinweggehabend und treffe im Subground ein weibliches Wesen von unserem Planeten, welches ich bald so kannte wie mich selber.
Wir redeten und erkannten uns im anderen wieder, Ausnahmen bestaetigten die Regel und lieferten den Strom fuer dieses bis um 0900 anhaltende Abenteuer. Inmitten von Baessen, Drums und Toenen lagen wir und liessen die Fingerspitzen kreisen. Unglaublich, dass wir nach 7 Stunden keine Geheimnisse mehr voreinander hatten.
Ich musste meinen Koerper dann noch 2 Stunden zum Tanze schuetteln, bis ich ein wenig Schlaf fand.

Points 97>

Freitag, 26. November 1999

Freitag 26 11 1999

Ein Treffen IRL(in real live) stand mal wieder an und ich war ueberrascht, dass es von ihr aus dazu kam. Bei einem Teechen in einem leicht "dekakadenten" Cafe, in das wir uns legererweise einfuegten, entdeckte ich mal wieder ihre Schoenheit und Elegance, welche mich ja eine Zeit lang in ihrem Bann hielt.
Wenn mein Geschmack, mein Verstand, ihr Verstand, ihre Aura nicht vollkommene Fehlinterpretationen sind, dann fluestert mir meine visionaere Gabung den Namen eines neuen Sterns am Himmel ins Ohr
NAD
Ich werd mein Teleskop immer auf sie gerichtet haben und ab und zu mal nach dem Rechten schauen.

Points 96>

Samstag, 20. November 1999

Small<i>talk</i> (Samstag 20 11 1999)

Smalltalk 2

Die Hoffnung erwachte um 1500 und mit ihr auch die Frage, die Hoffnung worauf.
Unsere Neugier trieb uns ins Staedtchen der Eltern und der dagebliebenen [:-)] und der gestriege Abend wiederholte sich in seiner Intension. Diesmal jedoch mit halbbekannten Gesichtern, ein
Hallo, ey mensch haben wir uns lang nicht mehr gesehen
du hier?
Was machst du jetzt, bist du immer noch in .....
(Extra eine Pause lassen, das der gemeinte doch bitte seine Stadt in meinen Satz traegt)
Genau "StadtX", und du hast doch ... aeh... warte... ich .. kriegs hin
Jura
studiert. Is heftig oder ?
Langsam krampft der Muskel in der Hand und hofft, das entweder jemand anderes, den du schon ewig nicht mehr gesehen hast kommt, oder dein jetziger Gespraechspartner endlich mal selbst was sagt und nicht nur mit den Haenden in den Taschen wuehlt.
Fuers erste hat man genug und begibt sich an die Bar, um wenigstens das Highlight des Abends zu geniessen, "Der doppelte Gin Tonic". Ein Getraenk, dass dich meist Spass haben laesst, jedoch unter heutiger Konstellation den Gorilla in mir befreite.
Ich nahm meine Beine in die Hand, trommelte wie wild auf meiner behaarten Brust :), stiess Urlaute aus und Ging. Ich lass mich doch nicht von mir selbst verarschen

Points 68>

Freitag, 19. November 1999

Small<i>talk</i> (Freitag 19 11 1999)

Smalltalk 1

Es gab Zeiten, da hat es mir wahnsinnigen Spass gemacht, einfach nur wegen der Kommunikation an sich, zu kommunizieren. Das einzigste was zaehlt ist ein Laecheln auf den Gesichtern und ein gutes Gefuehl dabei. Es ist eine hohe Kunst ein Gespraech nicht in diese "5minutenSchweigen" abdriften zu lassen, doch der Preis ist hoch. So hoch, dass man fast sagen koennte, die Hose zu verlieren.
Wieso erzaehlt man sich im dunkel eines Clubs von seinen Aengsten, Zukunftstraeumen und Gefuehlen? Ich habe oft das Gefuehl mein Gegenueber mit mir selbst zu erschlagen.

Im Matrix wars, wir waren lustig angeheitert nach einem Cocktailabend bei mir und mussten uns der Situation hingeben. Studenten und Frauen die solche werden wollten draengten sich eng zur wohl grausamsten Musik der Welt.
Eine Brutstaette des Smalltalks Wir hoffen auf Morgen.

Points 88>

Mittwoch, 17. November 1999

Mittwoch 17 11 1999

Zahlen koennen Schneeflocken nicht verbergen.
Ich schaute hoch von meiner 1.742546e-17 (sehr klein:) und dann blieb mein Mund offen stehen, er wollte etwas sagen, jedoch befand mein Gehirn das nicht fuer richtig und liess den Mund wieder zu klappen.
Ich liess nicht locker und drueckte es fuchtelnd mit den Haenden aus. "Juchuu der erste Schnee"
Wie ein kleiner Junge fuehlte ich mich und sah Schneebaelle an mir vorbeifliegen, dem Schneemann einen Tritt geben oder der liebsten ihr Gesicht in den Schnee stecken.
:-)
Doch die Freude hielt nicht lange, sie wandelte sich in drastische Kaelte, die ein Unwohlsein ausloeste.
Der Winter ist da. Bald kommt der Fruehling!

Points 82>

Dienstag, 16. November 1999

Dienstag 16 11 1999

Ich muss mir leider eingestehen, dass in letzter Zeit wenig Platz fuer Worte in meinem Kopf ist. Ich "erlebe" viel, anscheinend zuviel, um einen Moment der Ruhe zu finden um wie gewohnt meine Seele zu den Tasten zu bringen.
Zum einen habe ich mir in letzter Zeit (vorallendingen am Samstag in der Badewanne) viele Gedanken ueber Zeit gemacht, ein guter alter Kumpel hat mir "Du dekadentes Schwein" an den Kopf geworfen, was ich nicht schlimm sondern nett fand, denn es gab mir viel zu denken. Innerlich jedoch bin ich so unruhig, das da einfach eine Blockade in mir ist, alles aufzuschreiben, was eigentlich raus muss.
Aber hey wie Norti immer sagt: "Ich krieg das alles in den Griff" :)

mellowdelic-PARTYPAGE

Points 72>

Freitag, 12. November 1999

Freitag 12 11 1999

Die Woche ist um,
Doch ich sitz hier immer noch rum.
Woran wirds wohl liegen?
Die Partypage hat mich getrieben



Points 72>

Mittwoch, 10. November 1999

Cocktailaben(Mittwoch 10 11 1999)

Cocktailabend

Nach einem langen Unitag wollten wir eigentlich noch bis in die Nacht programmieren, doch auf dem Weg unsere krampfenden Maegen zu stillen, machten wir bekanntschaft mit dem Cocktailabend unseres Fachbereiches.
Standhaft wie wir sind, blieb es dann auch bei einem Bier. Doch wieder zurureck am Rechner gerade mal 50 Meter Luftlinie vom Ort der Martinis, White Russians und Coral Seas entfernt spuerten wir doch unsere Inkonsequenz.
Logout
hingerannt
AHHHHHH

Stunden spaeter, es muss so gegen 4 gewesen sein, sass ich mit Lachmuskelkater und einem dicken Kopf im N29

Points 91>

Montag, 8. November 1999

JUCHUUU(Montag 8 11 1999)

JUCHUUUU

Springt der Stefan durch die Gegend, es hat alles perfekt geklappt und sinkt dabei wieder zu Boden, denn sein Kater krabbelt ihm langsam den Ruecken hienab. Ich werde extra eine Seite einrichten um die vielen Bilder und Videos der Party nicht nutzlos in der Ecke liegen zu lassen.
Mellowdelic WGopening Party


Points 66>

Donnerstag, 4. November 1999

Donnerstag 4 11 1999

10 Jahre war es nun her, dass ich dort stand am Alexanderplatz. Doch diesmal kroch eine deprimierende Gleichheit vorbei an den vielen Journalisten, die sich versammelt hatten um dieses Jubilaeum medial zu verarbeiten.
Ich war damals 9 und viele Erinnerungen sind mir nicht geblieben, nur ein paar Transparente erkannte ich heute in der Zeitung wieder. Mit "Egon wieso hast du so grosse Ohren?" wurde damals dieses "Wir sind das Volk"-Gefuehl ausgedrueckt, doch wo ist es nun? Die Leute laufen vorbei, sie muessen ja noch zu BurgerKing, in den Kaufhof oder in den ProMarkt. Waeren da nicht die beiden netten Muenchner gewesen, ich haette haette wohl ein paar Traenen ueber diesen menschenfeindlichen, verkackten Kapitalismuss gelassen.

Neues gibt es nicht, nur der Schlaf wird weniger und die Horrorszenarios werden mehr. "Was wenn es zu voll wird?", "Was wenn sie uns den Strom abschalten?", "Was wenn die Bullen kommen?", "Was wenn der letzte Tropfen in die Kehlen geflossen ist"
Wenn's vorbei ist wissen wir mehr, bis dahin.

Points 52>

Mittwoch, 3. November 1999

Mittwoch 3 11 1999

Es gibt Ereignisse, die dein Leben total in anspruch nehmen und das ist bei mir die Party am Samstag. Immer schwirren mir die Fragen im Kopf herum, "wird auch alles klappen", "werden alle zufreiden sein?", "bringen sie genuegend Getraenke mit" und und und.
Gestern haben wir noch die Anlage installiert, sage und schreibe 1000WATT Sinusleistung, mit einem Bumms, der bei halber Lautstaerke die Tueren auffliegen laesst :-)

Points 73>

Dienstag, 2. November 1999

Dienstag 2 11 1999

"Entschuldigen Sie , koennen sie mir mal die 5 Mark hier wechseln?"
"Sorry aber dein Wechselgeld hab ich gerade bei McDoof ausgegeben"
Antwortete mir der Proletarier und schluerfte weiter seinen Kaffe.
"Entschuldige, kannst Du mir die 5 Mark hier mal in ne Mark wechseln?"
Sprach ich zum vorbeischreitendem Yuppi mit leicht gekruemmtem Blick, denn irgendwas war an meiner Frage semantisch falsch.
Aktionissmuss pur stellte sich ein, nachdem er ein Schritt zurueck wich und mich von oben bis unten musterte. Ich sag schon jetzt, dass er mir die Mark einfach ueberliess, denn so nehme ich euch die Antihaltung ihm gegenueber.
Er musterte!
Schlanke, leicht sportliche 1,80m in alten quietschenden Turnschuhen vom letzten Trip nach N.Y.C. bedeckt von ausgewaschenen BaggyPants der Marke Fishbone. Ein leicht blau/weiss-kariertes Hemd vor'm Nieselregen geschuetzt durch eine alte schmutzige Jacke und einem schwarzen Blickfang, der stilvoll gerichteten Baskenmuetze. Er schenkte mir die Mark und liess mich mit dem Gedanken allein "Kuenstler oder Penner?"
So "umgeben" drueckte ich die Mark in den Schlitz des Telefons, doch die Gedanken schwebten nicht mehr und ich hoerte sie nur durch einen Klapps gegen die Stirn auf den Grund meines Gehirns fallen. "Nur Notruf moeglich"
Scheisse, wenn ich das mal so sagen darf und fuhr zum Alex. Wo sonst wenn nicht dort, am Platz der austrahlenden Historie, wuerde es ein Muenztelefon geben.
Sie nahm ab und es ging um 100-150 Mark fuer eine wie Diamant glaenzen werdende halbe Stunde auf unserer Party.
Seit ihr genauso gespannt wie ich? Dann erleichtert euch die Zeit bis dahin mit dem

drastischTeil:
"Es gibt eine Theorie, die besagt, wenn jemals irgendwer genau rausfindet, wozu das Universum da ist und warum es da ist, dann verschwindet es auf der Stelle und wird durch etwas noch Bizarreres und Unbegreiflicheres ersetzt."

"Es gibt eine andere Theorie, nach der das schon passiert ist."


Points 81>

Sonntag, 31. Oktober 1999

Sonntag 31 10 1999

Nennt mich Stefan der Locher,
Der, der sich den ganzen Tag mit der Bohrmaschine auf die Leiter stellt um winzige oder auch grosse Schrauben in die die Wand schrauben zu koennen.
Doch hups, das war die Fuge,
Ajajaijai 5cm weiter rechts ist noch eine
Hmm und 3e drueber auch eine, woraus ist diese Haus gebaut?
Egal nach einem Tag mit der Bohrmaschine und Bjoern 's Buch "Per Anhalter durch die Galaxis" sieht die Bude nicht nur shizophren sondern auch besser als vorher aus.

Noch 6 Tage bis zur Party

Und ich schlafe schlecht, denn die Kultur soll uns 200 DM pro halbe stunde kosten.

Points 81

Freitag, 29. Oktober 1999

Freitag 29 10 1999

Es war der letzte Auftritt der Tides und ich war dabei im gutgefuellten Pfefferberg. Es dauerte nicht lange und die Stimmung kochte und ich musste mich bewegen, zu dieser Fuelle von Musikstilen. Ob Jazz, ob Ska, Rock oder unbeschreiblichen Tonadditionen, sie hatten es voll drauf.
Doch auch ein gestandener Mann, als der ich mich fuehle, konnte beim letzten Song ihrer Karriere eine gewisse Ruehrung nicht unterdruecken. Andi spielte auf seinem Saxophon die Seele der Musik.

Doch bevor dies alles an meinen Ohren vorbeizog, sah ich einen jungen grossgewachsenen Herren mit englischer Frisur und elegantem schwarezen Ledermantel. Ich erkannte ihn nicht sofort, aber es war Moritz mein alter Freund aus meiner ersten Berliner Zeit ('93 - '95). Wir hatten ne Menge Spass mit den alten Zeiten und hoffe, dass wir uns so schnell nicht wieder verlieren.
Danach ging es weiter in der Villa Groterjan mit Tanz und Trinkchen. Als ich dann um 0600 auf dem Nachhauseweg ueber diese durchtanzte Nacht nachdachte, wurde mir klar, warum ich mich nun alleine ins Bett legen muss.
Die Frauen haben einfach Angst vor mir, ich bin den einfach ne Nummer zu gross, so heiss, dass sich ihr angesammelter Mut mich anzusprechen gleich beim ersten meiner Blicke so tief ins Unterbewusstsein verkriecht, dass sie Nachts Stefantraeume haben.
Um 0630 beschloss ich daher, aus experimentellen Gruenden mal auf der naechsten Party nicht wie ein junger Gott zu tanzen :)

Points 93

Donnerstag, 28. Oktober 1999

Donnerstag 28 10 1999

Aga-Aga (meine Computereinfuehrung bei den Erstsemestern) ist zu ende und es ist Zeit ein resuemee zu ziehen. Ich habe das ja nur gemacht, um festzustellen, ob mir Lehren Spass macht. Verdammt nochmal das hat es und ich glaube ich habe da eine Berufung in mir entdeckt. Auch meine Sprachschwierigkeit hat mich dabei garnicht gestoert, frueher hatte ich immer Angst doch jetzt habe ich eine so grosse Portion Selbstbewusstsein, dass es mich nicht mehr stoert und dadurch der psychische Druck weg ist, der diesen Teufelskreis immer wieder anheizte.
Will jemand was von abhaben :-)

Auf dem Pfade unserer Partyvorbereitungen kamen wir nun endlich dazu die Flyer auch im Haus zu verteilen. Wir klingelten und stellten uns als "Dodo und Stefan aus dem 2OG vor", alle waren begeistert und wir schlossen auch schon erste Freundschaft mit einer 2erFrauen WG :-) Moege der Geist dieses Hauses erwecken und uns alle betoeren.

DRASTISCH (erster Beitrag zu dieser Kolumne ein simpler smsspruch)
"Es spielte mit nem Dildo unser Rex Gildo,
er wurde geil wie ein Bock dann fiel er aus dem 2.Stock.
Nun liegt er in der Truhe und wir haben unsere Ruhe! Hossa!!"




Points 78

Mittwoch, 27. Oktober 1999

Mittwoch 27 10 1999

Weinachten wirds, wenn man in der unicafete Stolle bekommt. Das erinnert mich so an meinen Dad, er der Stollenfan meinte immer: "noch nen Stueckchen Stolle?"
Mit einem Kaffee genoss ich dieses und aergerte mich, dass ich die letzten 45 Minuten meiner AstroVorlesung in einem komischen Zustand erlebte. Ich lauschte den interressanten Ideen des Profs, welche sich im bei den Griechen und im Mittelalter befanden und da es nichts zu sehen gab schloss ich meine Augen.
**hoer**denk** Augenaufmach, und die Uhr hinterm Prof stimmte nicht mit meinem Gefuehl ueberein.
**hoer**denk** Augenaufmach und *gleichwiederschliess*, denn ich hing noch vor 5 Minuten.
Drastisch, drastisch sach ich da nur :-)

Denk ich an zu Hause (Ebertystr.), werd ich ein bisschen traurig. Dort ist eine junge Frau, die nicht mehr nach Hause will. Dort wo man nur angeschrien, beschimpft und mies behandelt wird, muss es bitterkalt sein, nichts fuer ein so warmes Herz, welches sie ihr eigen nennen darf.
Wie koennen Menschen nur so grausam sein?
Wie koennen sie sich danach noch im Spiegel betrachten?
Was bezwecken sie damit?
Fuer wen halten sie sich?
.......Es gibt tausende Fragen die man stellen koennte, doch im Endeffekt steht immer wieder da "?Warum?" Ich hoffe sie haben darauf keine Antwort, denn alles andere wuerde ihnen die Berechtigung des Menschsein verwehren.
Drueckt fuer sie bitte ein bisschen eure Maeuse ;-|

Points 76

Montag, 25. Oktober 1999

Montag 25 10 1999

2 20x9cm Blaetter lagen da und wollten allein durch Luft nicht halten. Auch Kleber liess sich um 2300 nicht mehr finden, doch unser Glaube an den Moment fuehrte uns zum Asianachtshop um die Ecke. Ob Milch, Nudeln, Sojabohnendrinks ... er hat einfach alles. nen Prittstift???????
na klar direkt hinter den FerreroKuesschen :-) Ueberrascht und verlustiert verbrachten wir so die naechsten Stunden mit dem Kleben unserer Flyer.

Ode an Dodo(2)
Drum pruefe wer sich ewig bindet,
ob er nicht Tampons besser findet


Points 80

Samstag, 23. Oktober 1999

Samstag 23 10 1999

In Vockerode gibt es ein altes Kraftwerk, dass seit 2 Jahren Ausstellungen beherbergt und immer einen Ausflug wert ist. Mit Mama und Papa an der Hand schreitet man so durch Hochoefen und kalten riesiege Hallen, genau das richtige zum Samstag Nachmittag.
Nach einem leckeren Gyrosauflauf (Krautsalat, Yoghurt, Gyros, Zwiebel, geraffelte Kartoffeln und Fetakaese) ging ich mit meinen Kumpels mal wieder ins Kiez und ins Bauhauscafe. Die Kneipen, in denen wir schon viele Abende waehrend des abi's verbrachten. Mich traf der Schlag, wer sitzt denn da????
Der Andi Zehle wie er leibt und lebt, es muss Jahre :-) (uebertreibung) her sein, dass ich ihn in meine Arme schliessen konnte.


Points 89

Freitag, 22. Oktober 1999

Freitag 22 10 1999

Oli's Bad gefuellt mit 6 Leuten.
Wir geniessen die Erzaehlungen aus dem Unileben von uns allen mit ein paar schlueckchen Wein. Wieso sollte man eigentlich nicht um 4 uhr morgens mal seinen alten Schulweg wiederholen?
:-) gruss an Norti

Points 88

Donnerstag, 21. Oktober 1999

Donnerstag 21 10 1999

SMS aus Hamburg an meinen Mitbewohner "...na du alter Choleriker..."

Das gab zu denken und zu reden, oder mit dem gestriegen Texte zu sprechen, es holte die Raspel aus dem Keller.
Wenn ich mich mir jetzt entgegenstelle, komme ich wohl zum Schluss, dass der Stefan wohl auch ein Choleriker sein muss der All seine Denkelchen als 'absolut wirkend' ins Internet stellt.
Ich kehre in mich zurueck und moechte gerne rueberbringen, dass ein Eintrag hier nur immer eine bestimmte Gefuehlsregung oder einen konkreten Moment beschreibt. Als absolut ist das ganze Werk hier anzusehen, vom 16.4.99 bis heute, denn da erkennt man Ansichten und Gegenansichten. So wie die :

Ode an Dodo
Er ist nicht kurz, er ist nicht dick,
nein ich find ihn sogar schick,

er redet schnell, jedoch nicht ohne Grund,
denn sein Gehirn macht viel und das in bunt.
....continued tomorrow..


Points 70

Mittwoch, 20. Oktober 1999

Mittwoch 20 10 1999

Bjoern heut zu mir : "..und denk nicht soviel.."

Da sitz ich nun hier mit verschlossenem Munde. Er spielt Barriere fuer die vielen Gedanken. Ich werde ihn besiegen und die Denkelchen ueber meine Haende in die Tastatur fliessen lassen.
Es geht um mich in der Beziehung zu meinem Mitbewohner. Irgendwas stimmt da nicht und ich versuche seit laengerer Zeit dieses 'etwas' zu finden. Es ist so ein Gefuehl aus dem Bauch heraus, wie wenn man beim Autokauf vor einem Modell steht und genau weiss, dass man das nicht kauft, jedoch nicht weiss warum.
Dieses Gefuehl ist bei mir eigentlich immer da, wenn wir zusammen sind. Dieses ewige Vorsichtigsein um bloss die Ruhe im System beizubehalten. Warum? Weil mir immer bewusst ist, dass er schnell anspricht wenn ihm was nicht passt und das dann in kurzweilige Cholerik ausartet.
Ist das nur mit ihm so? Liegt es vielleicht an der Situation? Aber wieso ist das bei vielen anderen nicht so? Ich stelle mir den Menschen immer mit einer Aura, einem 3dimensionalen Koerper vor, der dann mit den anderen Auren mehr oder minder zusammen passt. Meine Legotheorie. Die Oberflaechen symbolisieren die verschiedenen Eigenschaften und Eigenarten des Menschen. Ich habe mir noch keine Gedanken gemacht, wie der Koerper bei bestimmten Eigenschaften auszusehen hat, es ist vielmehr ein einfaches Modell um zu beschreiben, dass manche Menschen halt miteinander koennen und manche nicht.
Man besitzt nicht immer den gleichen Koerper um einen herum, er veraendert sich, passt sich den Partnern und Freunden an. Stellen wir uns zwei Verliebte nebeneinander vor, ihre Auren sind engumschlungen, lassen kaum platz mehr fuer einen winzigen Lichtstrahl. Aber bei uns scheint das nicht so.
Man streitet sich zwar um die Klobrille, den Fussel auf dem Boden oder sonstige Kleinigkeiten, dahinter steckt meistens jedoch eine inkompatibilitaet der Auren (Rund-eckig;Rot-Blau;....)
Da kann man nur auf meine Veraenderungstheorie bauen und die Raspel aus dem Keller holen und hoffen, dass es UNS bald besser geht.

Es ist unvorstellbar, welchen Weg diese Buchstaben genommen haben um zu DIR jetzt zu gelangen. Ich werde das mal kurz darstellen:
Bei meinen Haenden waren wir stehengeblieben, diese tippten es in die Tastatur, welche die Daten dann an komplizierte Prozesse im Computer weiterleitete. Dort abgespeichert landeten sie gleich auf einer Diskette, welche mir in meiner Aktentasche durch die halbe Stadt folgte und mir bei Info3 und Astrophysik gesallschaft leistete.
Fast haetten sich die Buchstaben zur Halbwegspause ausruhen koennen, haette ich den Text nicht auf Linux geschrieben. Dieses Filesystem wird hier am Fachbereichsnetz leider nicht unterstuetzt, also lief klein Stefan durch ein 7stoeckiges Informatikgebaeude um Hilfe zu bekommen.
*klopf*klopf* hier *klopf*klopf* da, bis endlich ein Laptop mit Linux gefunden wurde. SCHRECK LASS NACH, er hatte kein Diskettenlaufwerk. "Stefan rennt" zwar nicht fuer 100.000 DM sondern um einen PC mit Linuxpartition im 3ten Stock zu finden. Mit viel Ueberredungskunst beendete der Besitzer sein WinNT und startete Linux und der Datenfluss kam wieder ins Rollen. FTP brachte die Buchstaben in meinen Bereich, von dort sie dann ins onlineTagebuch eingebunden wurden.
Bis sie vor ein paar Sekunden von dir uebers www angefordert worden sind.

Eine Horrorvorstellung und das alles nur, weil mein ISDN zu hause noch nicht geht :((

Points 83

Dienstag, 19. Oktober 1999

Dienstag 19 10 1999

Welch ein wunder, dass ich heute nur ein paar Minuten verpennt habe, denn nach unserem gestrigen Nachtmahl geriet der Schlaf dann doch zum Verdauungsvorgang. Es gab selbstgefrittete Pommes mit Wuerstchen. Hmm me gusto, a propos Spanisch da lief mir doch heute tatsaechlich die Ulrike die wir in Spanien getroffen haben ueber den Weg. Das nur nochmal so zum leidigen Thema Zufall, bevor ich nun stolzen Herzens berichten kann, dass ich naechste Woche auch mal unter die Lehrenden gehen werde. AGA-AGA nennt sich dieser Computerkurs fuer Erstsemestler :-)
Meine einzigste Angst ist, dass ich hier in naechster Zeit nicht viel 'Erlebtes'praesentieren kann, denn ein Informatikstudium ist ja wohl genauso interressant wie ein lecker Lederturnschuh.

Points 83

Montag, 18. Oktober 1999

Montag 18 10 1999

Was sagte der liebe Turgut heut zu mir? Ich sei abgelutscht!!!
Mag er recht haben, doch dann muesste ich ja wissen warum! Vielleicht habe ich einfach mal das Beduerfniss etwas "abgelutscht" zu wirken. Passt ja auch nicht, immer nur zu grinsen :))))

Ihr koennt mich alle mal.

Points 70

Freitag, 15. Oktober 1999

Freitag 15 10 1999

Nach ewiger Abstinenz konnte ich endlich den Oli wieder in die Arme schliessen. Er hat seine Schuhe in Magdeburg gefunden und wird sie dort bestimmt ordentlich warmlaufen. Ich habe die letzten 2 Tage mal wieder im Haus meiner Eltern verbracht. Habe nach Lust und Laune die Essenskammer in die Kueche und in den Ofen bewegt und viel erzaehlt.

Points 70

Dienstag, 12. Oktober 1999

Dienstag 12 10 1999

Welch Sonnenstrahl verirrt sich da auf meiner Netzhaut???
Das kann doch nicht sein, es ist Oktober und der Himmel ist strahlend blau. Sollten die Quanten jeden Morgen kommen und mich so sanft umstreicheln.
Die uni naht und ich bereite mich schon innerlich und auch aeusserlich darauf vor. Es ist wie einkaufen gehen, nimmste noch schnell diese Vorlesung mit, ach neee die willste nicht, nimmste lieber die. Dieses Wintersemester werde ich mich wieder so richtig zuknallen mit Wissen, denn die Sommersemesterferien waren lang und das Sommersemester kurz. Ja, ertappt, ich habe ein schlechtes Gewissen :)
*Wortreinplums* : ARBEITEN. Das werd ich wohl auch bald muessen, nur wo? Die Computershops, bei denen ich gefragt habe, klagen ueber zu wenig Auftraege und Kunden und fuer nen eigenen Internetshop fehlt mir das noetige Startkapital.
Komisch das alles klingt hier so nach Umbruch/Aufbruch? Moment, wieso sag ich denn, dass das so klingt? :-) *selbstertapptfuehl*und*gluecklich*dabei*sei*

Points 81

Montag, 11. Oktober 1999

Montag 11 10 1999

Da hab ich mich wohl mal wieder selbst verarscht. Am 5.10.1999 hatte ich doch die Klausur verhauen. Denkste!!!!!! Bestanden, zwar nicht rosig, aber immerhin bin ich durch. Und ich hatte mich so gefreut, meine erste Klausur zu verhauen :) Naja vielleicht klappts beim naechsten mal.

Points 76

Freitag, 8. Oktober 1999

Freitag 8 10 1999

Kurz gepennt und nach nem Fruehstueck mit Madleen ging es dann in die alte Bude um dort auf Knien die Spuren der vergangenen Partys zu beseitigen. Ob Speichel, Wein, Asche oder sonstige Koerperfluessigkeiten, sie loesten sich in Luft auf.
Dann klingelte ein paarmal das Teflongeraet. Eine Absage von Andrea, dafuer ne Einladung mal wieder das Dornroesschen zu sehen. Der SageClub sollte es sein. Nagut ich bin immer fuer neue Locations offen, aber als ich dort eintraf war die Schlange nicht nur lang, sondern auch noch mit Juppis und Moechtegernjuppis gefuellt. Ich fuehlte mich mit meinem 80'er Wollpulli erst wieder wohl, als mich zwei uebergeschminkte und hochgestylte Frauen in die Mitte nahmen. Kaum vom ersten Schock erholt und fest entschlossen mich in dieses Mecka der Oberflaechlichkeiten zu begeben, traf mich der zweite Schlag. Diesmal die Tuer, die auf mich zuflog als man eine Zusammengebrochene Frau raustrug. Man schmiss sie auf den roten Teppich und war ratlos. Erste Hilfe konnte sowieso niemand, also wartete man unter beteuerung ihrer Freundinen, "Es sei nur der Kreislauf", bis sie wieder zu sich kam.
Es gab kein Zurueck mehr, ich musste dort rein. Welch Spannung hatte mein Koerper? Wie war ich auf das Gefuehl gespannt, wenn meine Augen sie wieder erblicken. Hmmm es war sowas von unspektakulaer, es regte sich nichts. Njente, Njada.
Viel unterhalten konnte man sich bei dieser Lautstaerke sowieso nicht und irgendwie war sie vor lauter Koordinationsanspannung dazu auch nicht in der Lage. Also hab ich das beste draus gemacht und bin stundenlang auf einer der Tanzflaechen umhergeflogen.
  • Ich haette nie gedacht, das Erwachsene Frauen sowas von austicken koennen
  • auch nicht, dass ich Frauen mit 3mm Haarschnitt suess finde.
  • Und wer haette gedacht, dass ich nicht der einzige Informatiker in diesen Club war.
    Um diese 3 Erkenntnisse reicher, kam ich wieder erst gegen 0530 zu Hause an und weckte Dodo :--))

    Points 94
  • Donnerstag, 7. Oktober 1999

    Donnerstag 7 10 1999

    Wir sind angekommen!
    Und ich lass es mir nach einem Musikalischen Abend mit Dodo&Frau nicht entgehen, die umliegenden Nachtattraktionen abzuchecken. Prollkneipen und sonst nichts. Das Stellwerk war zu, im Matrix lief Turnschuhtechno, also fuhr ich in die Oranienburger ins Tacheles. Dort spielte (welch ein Zufall) die gleiche Band wie an jenem Abend. Der Saenger hatte einen Mundfasching der allerfeinsten Sorte.
    Genug des hoerens und schauens. Obwohl meine Augen viel oefters am anderen Ende der Bar landeten wollten sich meine Beine bewegen. Im WMF war dann gluecklicherweise Jazzanova fuer 5DM bereit das Publikum inklusive mir zu animieren. Es folgten Stunden der Hingabe an diese Jazzige, swingende, Drum'n'Bassige Musik. *Leisetret*nichlautsei* Doch Dodo war schon wieder wach um auf Arbeit zu gehen :)

    Points 93

    Mittwoch, 6. Oktober 1999

    Mittwoch 6 10 1999

    Abschied, die Wohnung wird leerer und leerer, bald ist nur noch mein guter Geist vorhanden. In den Waenden, im Teppich und auf dem Klo. Er wird den Felix wohl die naechste Zeit begleiten.

    ADIOS, ARRIWIEDERTSCHIE und GUDBEI

    Ebertystrasse ich komme, ich werde deine Dielen lecken, auf deinem Balkon tanzen und mit Dodo schlafen ;-) *lechz*

    Points 92

    Dienstag, 5. Oktober 1999

    Dienstag 5 10 1999

    Meine Beine tun nicht weh, obwohl ich die letzten Tage eine wundervolle Fahradtour im Elsass gemacht habe. Die Weinberge, die Landschaft, der Wein und der Spass den ich mit meinem Bruder und meinem Daddi gehabt habt, hat mich fuer den heutigen Schreck entschaedigt.
    Eine Siebeklausur, nach der sich alle fuer den naechsten Maerz verabredet haben, denn da kann man sie wiederholen ;-) Komisch irgendwie tangiert mich das peripher, hab ich doch bis jetzt alles ziemlich gut gepeilt mit der Uni.


    Points 61

    Dienstag, 28. September 1999

    Dienstag 28 9 1999

    Schaut, was Dodo heut gefunden hat,

    bevor wir den Mietvertrag unser neuen Wohnung unterschrieben haben. Wir haben Abschied genommen vom Prenz'lberg, von meinem geliebten Mauerpark, dem Ku'damm des Ostens unserer Schoenhauser Allee.
    *schnueff* die gelbe U2, die ueber deinen Koepfen faehrt, nur 34 min bis zur Uni. Das Samstagabendumdieeckeweggehgefuehl.
    Dies alles verlassen, nur wegen der geilen Bude? Nein, denn wie wurde letztens das Prenz'lberger Gefuehl beschrieben: "Der Prenz'lberg ruft und die Szene geht!" Wohin ?
    Friedrichshain

    Points 89

    Sonntag, 26. September 1999

    Sonntag 26 9 1999

    Veraenderungen machen das Leben doch erst spannend. Wenn man an allem festhalten wuerde, was man toll findet, dann wird man grau und irgendwann fallen einem die Haare aus. Womit mir auch schon beim Thema waeren.
    Das ist !NEU! war schweineteuer aber hat einen mordsgaudi gemacht, der Friseuse beizubringen, dass sie nicht nur die Spitzen schneiden soll, sondern die gesamte Mecke killen soll. Abschied habe ich innerlich schon in den letzten Tagen genommen und ich finde, es sieht verdammt geil aus. Aber urteilt selbst, hier die Bilder mit.

    Points 76

    Freitag, 24. September 1999

    Freitag 24 9 1999

    Lieber Gott ich danke Dir fuer diesen Tag,
    Ich weiss es nicht gerade meine Art, so zu beginnen. Genauso gut haette ich schreiben koennen, Zufall ich danke dir fuer diesen Tag. Moment Zufall und Stefan? Nein dass passt nicht, schrieb ich doch immer von Vorherbestimmtheit. So wie ich das sehe, kann "nichts kreatives", auch nichts kreatives schaffen/vorherbestimmen. Also warum nenn ich dann dieses unbekannte "kreative" nicht Gott?
    Hui starker Tobak, aber gerade richtig, fuer diesen schoenen Tag, den ich am Tegeler See mit einer besonderen Person verbrachte. Mit einem Kuss im Gedaechtniss, sitze ich mal wieder verwirrt in der U-Bahn und warte auf den naechsten Tag.

    Points 96

    Donnerstag, 23. September 1999

    Donnerstag 23 9 1999

    Yaeh????

    Gefunden, endlich haben wir eine Behausung fuer unser Zunkunftsprojekt WG gefunden. Ich las es in der Zeitung vom Samstag: 2 Zimmer, 74 qm, Wohnkueche, Suedbalkon, abgezogene Dielen, modernisierter Altbau. Das alles im Friedrichshain, aber es gab noch einen oben drauf, mit Heizkosten, Nebenkosten, Kabelanschluss kostet diese Bude nur 981,-DM
    Ein Spitzenteil, das sich heute dort in unsere Haende begab. Denn wir schlugen gleich zu nach dem ewigem Gesuche und Beschaue der letzen Tage. Ansonsten bin ich tierisch auf ein mail vonCecilia aus Genua gespannt, denn sie war heute auf meiner page ;-) Nicht das ihr meine Saetze nicht gefallen haben ;-((

    Points 90

    Mittwoch, 22. September 1999

    Mittwoch 22 9 1999

    krasses bild was ;) Yeah ich hab jetzt endlich meine Spanienbilder gescannt. Ich hoffe sie hauchen meinen Worten im Spanientagebuch noch mehr Leben ein. Auch mein grinsen wandert nun verpackt in kleine Pakete durchs Web.
    Ansonsten ein SCH....TAG, da ich keine Monatskarte fuehr den September habe, muss ich mir immer diese Sch....teuren 2 Stundekarten holen. Sage und schreibe 3.90DM kostet die. Ich hab natuerlich viel der von den Ellis geschnorrten Kohle in diese Schnipsel investiert. Ich seh es aber nicht ein, von Spittelmarkt bis zum Alexanderplatz (3 min) 3.90 zu bezahlen. Und???? "Ihre Fahrausweise bitte" Sch..... rotz, *piep* *piep* *pieeeeeeeeeeeeep*. Ok ich hab den dann die hucke voll gelogen, von wegen Monatsmarke in Spanien wegen der Hitze abgegangen. Jetzt muss ich bis zum 6.10.99 nur noch ne Marke vom September besorgen und schon kostet mich diese Aktion anstatt 60,- nur 10,-
    Wow ich spuere meinen Optimismuss, die Situation, die mich depressiv werden laesst, liegt im Moment nicht in diesem Universum.

    Points 62

    Dienstag, 21. September 1999

    Dienstag 21 9 1999

    Eigentlich mag ich es ja nicht in meinem Tagebuch ueber die virtuelle Welt des Internets zu schreiben, heute jedoch mach ich mal eine Ausnahme. Dort oben kann oder konnte man immer diese Wellenbrechergrafik sehen, einem Webring, der zur Zeit 31 onlineTagebuecher beinhaltet. 1996 und/oder 1997, mensch ich weiss das nicht mehr;) war ich schonmal Mitglied in diesem Webring, der damals erheblich weniger Mitglieder hatte. Da dachte ich mir, da kannst du dich ja mit deinem neuen onlineTagebuch mal wieder anmelden. Gesagt getan, jedoch ruehrte sich nichts, ein mail hinterher, eine zweite Anmeldung, noch ein mail und noch ne Anmeldung. Hier muss ich dann aber auch sagen, dass das letzte mail sehr unfreundlich war.
    Heute dann nach 50 Tagen bekam ich Antwort, dass ich nicht aufgenommen werde. Das verstand ich, nach dem letzten mail, aber dass man mir sagte, dass ich "generell eine frauenfeindliche, oder besser, verächtliche Art" habe, dass verletzte mich dann doch sehr. Vielleicht schmerzt es deshalb so sehr, weil es die erste negative Meinung zu meinem Tagebuch war.
    Jetzt habe ich noch kurz das Beduerfniss, etwas ueber meine "veraechtliche Art" zu sagen. Klar es kann schon sein, wenn man sich bestimmte Textstellen heraussucht, dass das so wirkt. Nehmen wir einfach mal den Freitag 10.9.1999. Dort liest man schmutzige :) Dinge wie:
    leckere Spanierinen umworben uns. Haende hier, Eiswuerfel da, nur wie bei allen Spaniern war das Englisch sehr brockig. Liebe wollten sie auch nicht machen, oder besser gesagt sie waren ziemlich blau.Wir suchten weiter, liessen uns betatschen, liessen uns Finger in den Mund stecken und tranken Wodka pur.
    Das ist nicht die feine Art mit Frauen umzugehen oder so ueber sie zu schrieben, ganz zu schweigen deren Art mich zu betatschen. Aber schrieb ich nicht vorher, dass eine Eröterung mit Axel zum vorschein brachte, dass wir so ziemlich brave jungs sonst sind. Ich kenne viele, bei denen laeuft das nur so und da haben wir uns gesagt, was die koennen, koennen wir ja auch mal probieren. Gut ich haette das alles rosiger beschreiben koennen, aber ich wollte die Situation halt genauso wiedergeben, wie sie auf mich wirkte.


    Points 51

    Montag, 20. September 1999

    Montag 20 9 1999

    Soll ich schimpfen ueber die Kompliziertheit eine Wohnung zu besichtigen? Nein ich wuerde nur wieder Sodbrennen bekommen. Viel lieber denk ich an den lustigen abend mit Ecke, der schon seit einiger Zeit unter mir wohnt, ich ihn aber erst ueber Dodo kennengelernt habe. Zum Schlot sollte es zuerst gehen, jedoch wo ist er? Wo er mal war, da stand ne Tafel mit der neuen Adresse, die sich als Supermarkt herausstellte. Keine Eroeffnungspardy mit uns, also fuhren wir ins Acud, wo dem geneigten Publikum heute ein Bluesabend geboten werden sollte. Auf der Buehne stand dann ein MigJagger Verschnitt, der uns einen wilden Ausdruckstanz mit Lippen, Gesicht und seinen sonstigen Organen lieferte. Wir verliessen dann die eigentlich ganz nette Location, einem besetzten Haus (sah zumindest so aus), als ein noch aelterer Althippie, mit stark betrunkener Stimme zum Mikro griff. Ok vielleicht wollte er singen, aber seine Verrenkungen sich am Mikro festzuhalten um nicht umzukippen, waren doch unterhaltsamer.
    Bei meiner momentanen nicht so rosigen Finanzlage, ist es wunderbar kein Eintritt bezahlen zu muessen, der hier in Berlin immer zu teuer ist.

    Points 74

    Sonntag, 19. September 1999

    Sonntag 19 9 1999

    Ich sollte das bescheuerte Weckerklingeln ausmachen *grins* Scheiss drauf, wurde es halt 1500 bis sich die Koerperteile bewegten und sich nach Wohnungsbesichtigungen rankten. Welch lustige Angelegenheit so mit 30 Leuten vor nem Haus zu warten, sonst ueberlegt man sich immer irgendein Spruch, mit dem man die erste Bruecke baut, aber hier ist das so simple, wir sitzen schliesslich alle im selben Boot. Zuerst hoert man sich die ganze Wohnungssuchgeschichte der Damen an und dann muss man irgendwie den Bogen kriegen. "Nach so einem Tag machst du doch bestimmt noch einen drauf, wo gehst du hin?" ist doch ok ;-).
    Genug der von-oben-Betrachtung einer Situation, mach mich ja ueber mich selber lustig. Ein Zustand der Vergangenheit war heute durch kleine Draehte mit mir verbunden. Wie ist das neue Gefuehl fuer sie? Was ist es fuer ein Empfinden? Freund-geistig verbunden-Kumpel-koerperlich verzeherend-nix-garnix-distanz-uniterressant-Liebe-langweilend...............? Da gibt es noch viel zu erkunden in mir.

    Points 76

    Samstag, 18. September 1999

    Samstag 18 9 1999

    Ich bin boese ich weiss, denn gegen 2300 kam ich nach Hause und Dodo war voll geschafft von seiner Arbeit und ich besitze die Frechheit ihn zu ueberreden, nochmal auf die Piste zu gehen. Das ist so ein komisches Gefuehl, es ist Samstag abend, du wohnst in Berlin, du kannst doch nicht einfach zu Hause bleiben. Die Hummeln in meinem Arsch trieben uns dann auf die Mushroom release Party im Pfefferberg/Subground. Ein indoorGOAevent, dass zu einer genialen Party wurde. Oder Herr, die Liebeinsichaufsaugend, Dodo ;-)

    Points 89

    Freitag, 17. September 1999

    Freitag 17 9 1999

    Ahh doch, das nicht alleine wohnen ist nicht schlecht. Man kann gemeinsam fruehstucken, Zeitung lesen und ein bisschen labern, sehr pc. Vor Dodos Arbeit haben wir noch ein paar Wohngesellschaften besucht und uns registrieren lassen. Die Wohnungssuche ist doch nicht so kompliziert wie ich dachte, ich denke wir haben bis naechste Woche Dienstag oder Mittwoch 10 Wohnungen besichtigt.
    Felix der spatz aus Dessau hatte sich fuer den Abend angesagt und siehe da er kam auch. Kein wunder, denn eine Frau trieb ihn hierher. Ich machte mich dann fertig fuer Marcos pardy und kaufte noch ein lecker Weinchen, denn ich konnte ja nicht wissen, dass das so ein klein bisschen groesseres Geburtstagsfest wurde. Nette Leute, zumindest waren sie das vom ersten Eindruck her. Einige kannte ich schon und den Rest lernte ich kennen. Mit einer Träne im Knopfloch hats sich heute mein Glauben an die Resistenz verabschiedet. Nie rauchte er, nie kiffte er, nie spritzte er, nie schniefte er auch jegliches Troepfchen Alkohol verwehrte er. Doch dann, moege es der Ibizaurlaub gewesen sein, erwachte er und goss sich und mir ein. Prost! und willkommen ;-))))


    Points 86

    Mittwoch, 15. September 1999

    Mittwoch 15 9 1999

    So ich bin mal wieder in Berlin. Ungern, hab soviel Fernweh nach unbekanntem. In naechster Zeit, wird es dieses hier bestimmt auch geben, denn es steht viel an: eine neue Wohnung fuer mich und Dodo suchen und lernen fuer die Pruefung am 5.Oktober(ein Tag nach meiner wiederkehr von der Fahradtour durch den Elsass). Eine Wohnung haben wir heute schon besichtigt, 3 riesige Zimmer mit Balkon, GEH, Badewanne gut gelegen im Friedrichshain, aber zu teuer. Im Endeffekt wuerde uns das so um die 650-700DM pro Person kosten. Am abend haben wir uns noch ein lecker Pilzgericht gemacht und sind dann eingeschlafen:)
    Ich bin gerade dabei mein Spanientagebuch abzutippen und die Bilder einzuscannen.

    Points 99

    Montag, 13. September 1999

    Montag 13 9 1999

    Der letzte Tag der +50h Fahrt endete mit einem Oelproblem des Busses.
    Stillstand auf der Autobahn, jedoch kurz nach Vockerode, nicht weit von DE entfernt. Ein wink mit dem Zaunpfahl, endlich mal wieder meine Eltern zu besuchen. Daumen raus und siehe da keine 15minuten dauert es in Deutschland, bis ein Berliner in Dessau wohnhaft anhaelt und mir ewig von seinem PitBull erzaehlt. Auch wenn mich meine Mutter nicht sofort erkannte, liess sie mich doch rein und gewaehrte mir essen Dusche und trinken.

    Points 99

    Sonntag, 12. September 1999

    Sonntag 12 9 1999

    Mit viel Verspaetung erreichten wir Nizza, was mich jedoch nicht von einem kleinen Stadtrundgang abhielt. Ich fragte ein paar Clochards, ob sie eine Wechselstelle kennen. Natuerlich in feinem Franzoesisch. Der eine uebersetzte mein Anliegen seinem Kumpel "Ey der sucht ne Wechselstube" grosses Gelaechter denn sie kamen auch aus Berlin, lebten aber seit jahren dort bei schoenem Wetter, Sangria und Strand.
    Weiter ging die Reise von Nizza ueber Genua ( an Cecilia denk:). Milano nach Verona, wo ein paar der neu gewonnenen Freunde austieg. Ein Frauensuechtling aus Italien und die nette alte Dame die uns laengere Zeit amuesierte. Beeindruckend, in dem Alter noch English, Franzoesisch und Italienisch sprechen zu koennen. Nachts lernte ich noch einen Marokkaner kennen und siehe da er will an der TU Info studieren und hat einen Freund in Dessau namens Stefan :)))

    Points 99

    Samstag, 11. September 1999

    Samstag 11 9 1999

    Wie gesagt, um 0900 besuchten wir unsere Unterkunft nur kurz zum Duschen, um dann so langsam dem Ende meines Urlaubes entgegen zu steuern. Am Busbahnhof erwartete mich jedoch keine Freude, denn die Buchung per Internet und das versichernde Gespraech danach haben nicht funktioniert.
    Zum Glueck schickte mir der Liebe Gott einen Engel, Monica aus Peru. Wir rannten und telefonierten wie wild und sassen schliesslich doch im Bus. Sie war vor ein paar Jahren nach Deutschland gekommen um hier Soziologie zu studieren, blieb hier ein paar Jahre und wechselte dann nach Spanien. Eine Frau mit Power fuer 2. Sie erzaehlte mir von Peru und den Inkas und ich ihr von der DDR und der Stasi :-)
    Lustig und verrueckt wie die ganze 27hige Fahrt von Granada nach Nizza. Ein Raucherbus voll mit alten Spaniern, die den 2 blonden Maedels aus der tschechische Republik tief in die Augen schauten. Auch wenn ich nicht primaer auf blond stehe, dort musste man einfach hinschauen. Ein Video und viel Landschaft zog an mir vorbei.

    Points 99

    Freitag, 10. September 1999

    Freitag 10 9 1999

    Stress, Hektik und das alles um den Bus in Richtung Granada zu erreichen. 1600 trafen wir dort ein ohne auch nur etwas im Magen zu haben.
    ZumGlueck trafen wir die netten Andrea&Christin, die uns mit Weintrauben, Schokohoernchen und Tips fuetterten. Eine aeltere Dame lud uns ein, bei ihr zu schlafen, was wir zwar annahmen, aber nicht in Anspruch genommen haben, denn nach einem kurzem Stadtrundgang, auf dem wir Clubs und Parties in Erfahrung brachten entschwanden wir ins Nachtleben.
    Die Spanier haben da so ihre Eigenart, zuerst trifft man sich auf den Strassen und Plaetzen macht sich Hacke und brait, wer dann noch nichts gefunden hat, der sucht halt in den Clubs und Bars weiter. Wir genossen ein paar Cervezas und diskutierten bevor wir losgingen wiedermal ueber Frauen. Die Erkenntnis war, dass wir viel zu brav sind. Halt der intelligente "erzaehl mir ich hoer dir zu" TYP. Wenn man sowas analysiert, geht man viel befreiter los.
    Der erste Club war mehr eine Bar, niemand tanzte, man redete und trank. Klasse war der hohe Schwulenanteil unter den Torros. Es dauerte nicht lang und zwei leckere Spanierinen umworben uns. Haende hier, Eiswuerfel da, nur wie bei allen Spaniern war das Englisch sehr brockig. Liebe wollten sie auch nicht machen, oder besser gesagt sie waren ziemlich blau.Wir suchten weiter, liessen uns betatschen, liessen uns Finger in den Mund stecken und tranken Wodka pur. Irgendwann wollten wir tanzen und ein speedJazz Schuppen kam da voll entscheidend. Wir zogen ne gute show ab und animierten die gelangweilten Spanier an der Bar zum tanzen. Der Laden schloss und DJ-Enrique spielte extra fuer uns noch ein bissle Drum'n'Bass. Schluss??? Nope, den Hammer gaben wir uns bis um 0900 in einem weiteren Schuppen. Was kann ich dafuer, dass die Spanier alle nicht tanzen koennen, naja egal, nun sind die Lischke'brothers Stadtbekannt.

    Points 99

    Donnerstag, 9. September 1999

    Donnerstag 9 9 1999

    Keinen Wecker zu haben, ist eigentlich nicht von Vorteil, jedoch haette ich sonst nicht den bezaubernden Anblick der mich weckenden Michelle geniessen koennen.
    Auf Auf, was in den Magen und los ging es Richtung "El Chorro". Die Frauen brauchten zu lange zum putzen und schminken, also wanderten wir nur mit Pierre den Berg herauf, vorbei an alten Castillos, vorbei an einem alten Kloster.
    Das alles bei Moerderhitze und einem Mordsgaudi.
    Oben angekommen genossen wir den Blick ueber das weite spanische Land mit diesem beeindruckendem "ueberall Olivenbaeume" Image. Endlich konnte ich mein Kochhobby mal auf 1800m Hoehe froehnen.Nach einer Siesta plagte uns der Heimweg bei kanllender Sonne. Unsere Sinne schienen sich gen Himmel aufzumachen und die Erde bewegte sich unter unseren Fuessen. Das einzigste was uns vorwaerts trieb, war die Gier nach dem kalten Pool und einer kalten Cerveza. Dort trafen wir auch wieder unser hollaendisches Paerchen.
    Spaesse und so manche zotige Dinge liessen uns den abend miteinander verbringen. Ich beneide beide ein bisschen, Erol mit seinen schoenen schwarzen Locken, seinem 3Tagebart und seiner gelassenen Art. Die hatte er auch bitternoetig, denn seine Michelle machte uns verrueckt mit ihren Blicken und ihren Fuesseleien. Aber ich glaube, sie haben es genossen und nach dem Heimweg unter dem klarsten Sternenhimmel hatten beide garantiert hypermegaSEX.

    Points 99

    Mittwoch, 8. September 1999

    Mittwoch 8 9 1999

    Geplant war eigentlich ne Wandertour durch diesen wundervollen Naturpark. Aber als wir unsere Fuesse auf diesen paradisischen Zeltplatz setzten, wollten wir garnicht wieder weg. Ich hab meinen Teint erstmal gepflegt und mich stundenlang an den Pool gelegt, Baden, Sonnen, eigentlich dass was alle Hotelurlauber auf Mallorca, Ibiza oder der Suedkueste Spaniens tun. Ich hatte jedoch einen Vorteil, ich war allein.
    Bis ich Gesellschaft von 2 netten Hollaendern bekam. Lebenslust stand in ihren Augen geschrieben. Als Axel dann von seiner Telefontour zurueck kam, genehmigten wir uns noch ne lecker Salami, um noch wenigstens eine Alibiwanderung zu machen. Es wurde spaeter und spaeter denn wir fuehrten mal wieder eine Diskussion/Brainstorming ueber Gott und die Welt.
    Evolution ist ein Thema, dass mich gerade beschaeftigt. Womit wir schon wieder an meiner Ansicht angelangt sind, dass alles vorherbestimmt ist und das man als Individum zwar den Weg veraendern kann, aber nicht das Ziel. Wenn der Evolutionsweg in bestimmten vorher gegebenen Schranken verlaeuft (welche durch Wissenschaftliche Gesetze dargestellt werden) und das Ziel abgesteckt ist, dann sind wir doch nur kleine Spielzeuge von "denen/dem" der das alles gemacht hat. Ich koennte einfach aus dem Fenster springen und nichts wuerde sich an der Gesamtevolution aendern. Jetzt koennte man bringen, dass hypothetisch angenommen ich eine Weltveraendernde Erfindung machen koennte. Diese aber nun aufgrund meines Todes nicht gemacht wird. Schwachsinn!!! Wird es halt jemand anderes erfinden, zu einer anderen Zeit, und diese wird nicht soweit entfernt liegen, denn es ist schon so oft vorgekommen, das Erfindungen von verschiedenen Menschen auf der Welt fast gleichzeitig gemacht werden. Also was kann der Mensch mit seiner Anwesenheit bewirken? Er kann den Weg veraendern, nicht das Ziel. Aber ist nicht der Weg das Ziel???????
    Genug des wenn und aber gequatsche, die Wiedergabe von solch abstrakten Gedankengaengen ist sehr schwer und ich hoffe, dass es mir bald richtig gelingen wird.
    Bevor wir den Abend auf einem der vielen Plaetze mit Cerveza und netten Bedienungen verbrachten, mussten wir erst 30kJ verlieren,
    indem eir ein Castillo auf einem Berg best(u)(o)(ie)gen. Aber auch um 0000 macht in diesesm Ort alles zu, es blieb uns also nichts anderes uebrig, als sich mit ner Weinflasche vor die Zahnputzstelle auf dem Campingplatz zu setzen. Wir begruessten die Hygienefreunde mit Ola, Hello und Hallo und niemand wiederstand uns, vorallendingen unserem Basilikus lumeres, und erzaehlte ein bisschen von sich und seinem Tag. Irgendwann kamen dann 3 Franzosen, Aurelie, Ilene et Pierre. Zeit um unser Franzoesisch mal wieder auf Flirttauglichkeit zu pruefen. Nach einigen beschwerden der Hollaender ueber unsere Heiterkeit, fassten wir uns ein Herz und gingen zu Bett.

    Points 99

    Dienstag, 7. September 1999

    Dienstag 7 9 1999

    Ab Murcia waren wir nicht mehr die einzigsten Passagiere, ein paar Marokaner stiegen hinzu. Einer hatte die Frechheit meinen Stift zu klauen und als ich ihn dann fragte, ob er ihn gesehen habe, verneinte er und griff danach aber in seine Hose und holte ihn hervor. Durchgeruettelt und durchgeschuettelt erreichten wir um 0430 dann Pael de Bezero. Kurzer Kontakt mit der oertlichen Polizei und dem oertlichen Altersheim, welches auf einen Bus nach Malaga wartete, bevor wir uns auf irgendeine Parkbank packten um a weng zu schlafen. Ich schlief ein, doch irgendwann hoerte ich jemanden und ging hin, hatte aber vergessen, dass ich meine Geldboerse im Rucksack hatte liegen lassen. Ich lief zurueck und sah etliche Nazis mit meinem Rucksack. Alles war weg und zum Glueck kamen die Bullen von vorhin. Dan ganzen Tag nehmen sie LSD und Extacy und haengen am Strand ab, meinte einer der Bullen ueber die Deutschen. Doch die Erleichterung hielt nicht lange an, sie holten Verstaerkung und kamen groelend wieder. Alle versteckten sich, hatten eine Heidenpanik und die Hosen bis obenhin voll und in dem Moment hoechster Anspannung, sie waren kurz vor uns, griff ich an meine Hose und spuerte die Geldboerse und wurde wache.PUHHHHHHHH ein Alptraum.
    Ein paar Stuendchen waren noch Zeit, also setzten wir uns in ein Cafe am Marktplatz, umgeben von maurischen Kacheln und sehr sehr alten Spaniern, genossen wir unseren Morgencafe. Der Bus fuhr uns dann durch eine Atemberaubende Landschaft vorbei an Castillos, Haziendas und Feldern voller unbekannter Baeume bis nach Cazorla. Einer schoenen alten Stadt am Eingang in den Nationalpark. Ein richtiges Bett unter unseren Ruecken liess uns bis zum Abend ruhig schlafen. Die eingeschweissten Klamotten wuschen wir bei Sonnenuntergang wie zu Grossmutters Zeiten mit der Hand auf Dach. Hausmanskost, Wein und ein paar Cervezas rundeten diesen Tag ab.

    Points 99

    Montag, 6. September 1999

    Montag 6 9 1999

    Gemach, Gemach, erstmal nen ruhigen Schieben, waeren da nicht die beiden Tschechenfrauen gewesen, die uns anstarrten, als wuerden sie auslaufen. Als wir gepackt hatten und Axel Zaehneputzen war, konnte ich mir nicht verkneifen den auf dem Bauch liegenden Frauen mit den Haenden sonstewo zu sagen: "u look very horny". Ihre Blicke verschlungen mich und ich war den restlichen Tag mies drauf. So ne Superchance auf ne Nummer laesst man sich nicht entgehen, ausser wenn man wie wir los muss *schnueeeefffffff*schnieeeeeffffff*
    Weiter gings nach Alicante und dann um 2245 in den Bus zum Nationalpark mit 2 Pizzen und ner teuren Flasche Rioja unterm Arm. Aber wo bekommt man um 2200 noch ne Flasche Wein her? Klar in nem Luxusrestaurant, also ich rein und dem aufgebrachten Kellner klar gemacht, dass ich ihn nicht verstehe und nen Wein brauche. Er verstand mich wohl auch nicht, also bin ich ne viertel Stunde um die Weinregale geschlichen, bis ich den Wein meines Verlangens fand. Pizza und Wein versetzten uns im Bus in Superstimmung, denn nur mit ihr konnten wir den Fahrstil des Busfahres ertragen. Den Supervolvo bis obenhin ausgefahren, ab und zu mal ne Pause um ihn weiter abzustimmen und zu tunen. Links wurde gefahren und die PKW wurden reihenweise von der Strasse gekickt.


    Points 99

    Sonntag, 5. September 1999

    Sonntag 5 9 1999

    Der ohne schlafen weiterging.
    Cornelius, ein Interrailer aus Augsburg, hielt uns dann mit vielen Storys wach, bis wir um 0800 dann in einen Bus Richtung Benidorm stiegen. Dem heutigen Ankunftsort der Vuelta (Spanienrundfahrt). Angepriesen wurde uns dieser "schoene" Ort von einem ganz alten Spanier, der meinte, dass da viel Fiesta und so ist. Denkste!! Nur alte Rentner, Hotels, voll Touristik, man hatte uns gelinkt.
    Wir brauchten Schlaf, dringend. Also gingen wir 0930 zu Burgerking und legten eine Zeitung vor unsere Nase, Zogen die Brille oder den Hut ins Gesicht und schliefen. Ein weiteres Bild fuer die Goetter. Ich weiss nicht ob es an uns lag, dass diese Leute alle so scheisse aussahen. Voll abartig.
    Nach langem rumgelatsche fanden wir nen Zeltplatz, wo wir uns frisch machten fuer die Ankunft der Radprofis. Ein Spektakel der Extraklasse und Jan Ullrich fuhr vor meiner Linse rum. Dann fiel ich in tiefen tiefen Schlaf, waehrend Axel noch die 2 Tschechenfrauen neben uns abcheckte.

    Points 99

    Samstag, 4. September 1999

    Samstag 4 9 1999

    Ein schwimmender Uebergang durch eine Stunde Halbschlaf bis 0830. Sachen packen und fruehstuecken,
    doch ich hab mal wieder bei tiefschwarz rollenden belgischen Augen die Zeit verloren, denn der dazugehoerige Mund konnte nicht aufhoeren zu reden. So ungeschlafen zogen wir unseren Film durch die Stadt um irgendetwas zu planen. Was dannn zu einer Umkehr fuehrte um die Sachen zu holen. Welch Effektivitaet?
    Den Nachmittag verbrachten wir mit Muedigkeitsflash auf dem Bahnhof. Solch einer fuehrt zu spontanen Lachens, Orientierungslosigkeit, Agressionen und zu starker Diebstahlseinbildung. Mit den letzten Koernern betraten wir dann den SuperklimaTV-mit-Sitzplatzreservierungs-Zug. 1Stuendchen Schlaf war alles, was man sich geben konnte, denn der Zug fuhr mangels Strom nicht weiter.
    Also genung Zeit um die darbenden Blicke der Spanierinen vor uns zu befriedigen und uns mit Haenden und Fuessen zu verstaendigen. Irgendwann ging es dann weiter, jedoch nicht weit und ab diesem Zeitpunkt war Zugparty angesagt. Es gab Freibier, Freitelefon und gut gelaunte Spanier und unter ihnen eine so supersuesse Italienerin die ein Laecheln hatte, das es garnicht auffiel, dass sie fliessend Deutsch sprach.
    Axel versuchte immer noch mit Haenden und Fuessen auf die Fiesta (Party) der Maedels zu kommen, diese war leider eine Junggesellen(weibliche form davon)Party, wo nur Frauen erlaubt waren. Waere auch zu schoen gewesen. Irgendwann stellte sich heraus, dass unser in BartSipson-Shirt, Sporthose und TruckerCappie gekleideter Nachbar neben uns aus Deutschland kam und fliessend Spanisch spricht.
    Klaus-Peter-Bayer "Weltenbummler" steht auf seiner Visitenkarte. Er exportiert 4 Monate im Jahr Autos und den Rest faehrt er nach Spanien, Thailand und den Rest der Welt nur um zu Spass zu haben (nachtraeglich Zensiert). *krass*krass*
    Irgendwann gab es dann anstatt ne E-Lok ne Dampflok und es ging weiter. Klaus und die Maedels stiegen in Valencia aus und ich hatte immer noch dieses Gesicht im Kopf. Es gibt diese Situation, da ueberlegt man, ob man sich ewig Vorwuerfe macht oder einfach hingeht.
    Ich tat es und genoss es die restliche Fahrt bis 0230 in ihre Augen zu schauen und ein bisschen was ueber Sie, ihr Leben und ihre Einstellung zu erfahren.
    Germanistikstudium, Doktorarbeit ueber Michael Ende, 2te Dan im Karate, Kongressorganisatorin in Genua und und und. Aber das war nichts gegen ihre Austrahlung, die sich in mein Gehirn brannte, als wenn du nen Fernseher 2 Jahre anlaesst.(Auch jetzt wo ich im Bus in Richtung Jean sitze[ 10.9.99], laeuft es mir eiskalt den Ruecken runter und meine Hose wird eng ;-)) War es nur der Reiz dieser Erwachsenen Frau(31)? Hat sie mich in Erinnerung behalten, wie ich sie?
    0230 kamen wir dann an und wollten uns nach dem Stress mit der RENFE ein paar Stunden aufs Ohr hauen. Daraus wurde nichts, denn ein junges spanisches Paerchen brachte uns ein Kartenspiel bei waehrend Axel die Kommunikation zwischen Anatoli, mir und den Spaniern aufrecht hielt. Er, Anatoli(40) Trucker aus Russia, faehrt ein Jahr nach Spanien um fuer sich, seine Frau und seine 2 Zwillingstoechter Geld zu verdienen, ohne auch nur ein Wort Spanisch, Englisch oder Franzoesisch sprechen zu koennen. Ein krasser Morgen.

    Points 99

    Freitag, 3. September 1999

    Freitag 3 9 1999

    So ein Jugendherbergsfruehstueck dauert immer so ewig. Heute durfte ich mir die 500 Lieblingsszenen und Darsteller von 2 Sloweninen (Xenia und Brigitta) und Axel anhoeren.
    Endlich konnten wir unseren Wissensdurst stillen, indem wir uns stundenlang das Schifffahrtsmuseum reingezogen haben. Doch als wir fertig waren, traf uns der Schlag, besser gesagt der Blitz. Unwetterchaos in Barcelona, alle Strassen ueberflutet, schwankendes Licht. Voll krass!!
    Schnell noch nen Supermarkt durchforstet, um lecker Pasta-bolognese in der Jugendherberge zubereiten zu koennen. Schnell ist uns klar geworden, dass das mit dem Weggehen wohl ein bisschen spaeter werden wird. Denn Wein und fremde Kulturen hielten uns in ihrem Bann. Ein paar Canadier, Australier und Englaender liessen uns zu hochformenglish auflaufen. Um 0400 gingen wir dann doch los und der Schlag traf uns ein weiteres mal an diesem Tag. Diesmal jedoch durch das entladen der aufgestauten Partylust der Spanier. Party auf den engen Strassen und in den Clubs. Atemberaubend, fuer jemanden, der denkt, dass in Berlin die Hoelle los ist :-)

    Points 99

    Donnerstag, 2. September 1999

    Donnerstag 2 9 1999

    In so einer grossen Stadt wie Barcelona ist das Uebernachten in einer Jugendherberge einfach das genialste, was du machen kannst. So einfach lernt man nirgendswo Leute aus aller Welt kennen.
    Da war unser kleines Touristenprogram (Sagrada de famiglia, Gaudi...) vor der Siesta nur wie die Milch im Kaffe. Beim Abendbrot in der Gemeinschaftskueche sass man nun bei Wein und lecker selbstgemachter Speisen mit Gero (einem franz.spanisch.Studenten aus HH),
    Ires und Julie (die aus Paris kamen und Deutsch, Spanisch und Franzoesisch sprachen), einem aus Suedamerika kommenden Franzosen und zwei Australieren. Eigentlich nichts besonderes, aber wenn man dann lauthals 3 Sprachen kreuz und quer spricht, dann ist das schon beeindruckend und sehr lehrreich.
    Die halbe Nacht verbrachten wir ueber den Daechern von Barcelona. Wir philosophierten ueber alles, was uns gerade bewegt. Da sitzt man so in Barcelona II 20 meter ueber Barcelona I, ist umgeben von 1000den Antennen und Freihimmelzimmern und schnuppert in das Leben anderer Leute. Ich habe soviele Parallelen zu meinem Leben und Einstellungen entdeckt, moechte sogar sagen, dass eine Seelenverwandschaft zwischen mir und Gero besteht. Auch Neid auf den aufreisserrischten Franzosen den ich jeh gesehen habe kam auf, denn er fuehrt gerade das Leben, welches in meinem Einzugskreis liegt. Rumreisen, fremde Leute und Kulturen kennenlernen. Ein Kind sein, Spass haben und nur fuer den Moment leben. OK ich sehe das natuerlich nicht nur durch diese Rosabrille, sondern Frage mich schon ob das in dieser scheisskapitalkistischen Welt moeglich und sinnvoll ist.

    Points 99

    Mittwoch, 1. September 1999

    Mittwoch 1 9 1999

    Barcelona ich komme!!!!!
    Zum ersten mal darf ich die Schoenheit der einheimischen Frauen bestaunen. Mir fehlen die Worte. Keine blonden Frauen! Juchu!
    und diese eckigen Sonnenbrillen. Nur leider sind jetzt die Haende gefragt, wenn man sich mit ihnen unterhalten will, denn des Spanischen bin ich nicht maechtig, geschweige denn sie des Englischen.
    Was fuer eine Stadt, es gibt nicht nur ein zwei Strassen auf denen was Los ist, die ganze Stadt steht voll mit Stuehlen der Cafes und Bars, die sich auf den 1000den Plaetzen der Stadt befinden. Autos scheinen die hier hier nicht zu haben, denn die Strassen sind viel zu eng.
    Bevor mein Magen seine erste Paella bekam, verirrten sich meine Beine bis 2300 in diesem Wirrwarr von Plaetzen, Strassen und Frauen die laechlen, schimpfen weinen und keine BH's tragen (Barcelona, die Stadt fuer Kirschkernliebhaber). Die Nacht wurde zum Alptraum eines jeden Travellers, denn ein Schnarchi befad sich in meinem Jugendherbergszimmer.

    Points 99

    Dienstag, 31. August 1999

    Dienstag 31 8 1999

    Man sollte den Tag nicht vor dem Abend loben, oder in unserem Fall hassen. Mit Droehnschaedel schlaegt man sich durch den Vormittag/Mittag und drueckt sich so vor dem abbauen und abhauen.
    Als man dann doch aufbricht um in groesster Mittagshitze den Daumenexpress ins rollen zu bringen, muss man einfach zugeben, das Franzosen alles ARSCHLOECHER sind :-) Da stellt man sich 5h in die Sonne haelt seinen Daumen in die Luft wedelt mit einem Schild und streut ab und zu mal artistische Einlagen ein und ? ? ? NIX, sie grinsen oder schauen weg. Aber vielleicht lag es ja daran, dass wir Spanien mit Spanierin auf unserem Schild verwechselt haben.
    Die Bahn brachte uns dann in unser so heiss ersehntes Espana. Die Kopfschmerzen und die schlechte Laune waren verflogen, als wir in Port-Bou ein T-shirt mit der Aufschrift "Berlin Hippies" sahen. Goetz und Moritz 2 Studenten aus Berlin mit denen wir dann Richtung Figueras aufbrachen. Der Zug windet sich so durch die Landschaft und als wir in einer Bucht mit Zeltplatz vorbeifuhren, entschlossen wir kurzer Hand auszusteigen.
    Tres pitoresque.
    Das Wasser klar bis zum Anschlag und fast niemand am Strand. Also bauten wir schnell unser Alibizelt auf, um am Strand zu schlafen.
    Ein lustig bis verrueckter Abend mit Lagerfeuer, vielen Themen und (9 hoch 4) hoch 4 Moeglichkeiten bis wir einschliefen.
    Am besten schlaeft man, wenn man die Zeit vergisst, aber unter freiem Himmel ist das schwer, denn wenn man mal kurz aufwacht sieht man am Mondstand wie lange (oder in meinem Fall kurz) man geschlafen hat.

    Points 99

    Montag, 30. August 1999

    Montag 30 8 1999

    Ich hab ja immer wieder diesen Standardspruch auf den Lippen, dass alles vorherbestimmt ist und er bestaetigt sich immer wieder. Oder wie ist es zu erklaeren, dass man nur in dieses schoene Kuestenstaedchen Banyuls sur mer gekommen ist, weil der Busfahrer uns nicht an der gewollten stelle rausgelassen hat und Axel einfach am Bahnfahrkartenschalter nach einer Karte in eine schoene Stadt gefragt hat.
    Endlich konnte ich mal wieder einer meiner Lieblingsbeschaeftigungen nachgehen: dem Kochen und Braten. Voll lecker gesaettigt und mit Franzoesischem rose gestillt genoss man noch den Mond in der Bucht bei vielen Worten. Irgendwann rief der Pernod jedoch zu Bett.

    Points 99

    Sonntag, 29. August 1999

    Sonntag 29 8 1999

    Unser Franzoesisch ist zwar nicht das beste(eigentlich nicht mal gut) aber allein die Muehe, die wir uns geben nicht mit Deutsch rumzuprollen beschert uns immer wieder schoene Momente. Z.B. ein super Abendessen fast Geschenkt, denn unsere Francs haetten nur noch fuer einen Schaschlik gereicht.
    Bevor wir uns den Magen vollschlagen konnten, durchlebten wir einen Bilderbuch Urlaubstag mit Besichtigung der schoensten Stadt die mein Auge bis heute gesehen hat: Montpellier und einem Nachmittag am Mittelmeerstrand.

    Points 99

    Samstag, 28. August 1999

    Samstag 28 8 1999

    Ein weiterer Tag in den 4 Waenden eines Busses. Langeweile oder Stress?? NEIN die kommt nicht auf, wenn man so nach und nach die Besatzung kennen lernt. Ein Politikstudent aus Tuebingen, ein in Genua studierender Pole, eine Psychologiestudentin aus dem Prenz'lberg auf dem Weg zu einem Flamencokurs in Granada, eine in N.Y. lebende Deutsche und eine handvoll Spanier und Franzosen. Das schoene an einer Busfahrt ist, dass man sich ganz entspannt auf die Umgebung konzentrieren kann, die an den Panoramafenstern vorbeifliegt. Die Alpen, Norditalien, die cote d'azur, Monacco, ein kleiner overflow an Eindruecken, denn wir stoppten in Verona, Mailand, Genua, Nizza und Marseilles bis wir dann abends bei stuermischem Gewitter ein Zimmer mit Balkon in Montpellier bezogen.
    Ich mag die Franzosen und hasse die tausende Tunnel an der Cote d'azur.

    Points 99

    Freitag, 27. August 1999

    Freitag 27 8 1999

    Hektik kommt immer am Tag der Abfahrt, aber ohne waer es schliesslich kein Urlaub. 1600 stiegen wir dann in unseren von Polen gefahrenen franzoesischen Reisebus. Die gute Laune von Axel und mir feierten wir mit 3 Flaschen Wein. Eigentlich ist das jedem zu empfehlen, der im Bus schlafen will.
    Unser Weg fuehrte uns vorbei an DE, Nuernberg und Muenchen.

    Points 99

    Donnerstag, 26. August 1999

    Donnerstag 26 8 1999

    Da geh ich schon mal Socken kaufen und schon bekauf ich mich. 3 Paar fuer 12,95DM bei H&M, und ne halbe Stunde spaeter steh ich vor Mr.Socke oder wie der laden heisst und dort kauf ich 10 Paar fuer 10DM.
    Allgemein ein komischer Tag, unterlegt mit der Erwartung in Stress auszubrechen, es aber einfach nicht tut. Mensch morgen gehts nach Spanien und ich bin die Ruhe selbst.
    Mein Leben mit dodo hier ist nicht langweilig, komm ich heut nach Hause und er erzaehlt mir von einem Verrueckten, der heute in ner Artzpraxis wild um sich geschossen hat und dabei Menschen getoetet hat. Das hat mir fast schon die Socken ausgezogen, aber musste er gerade in diesem Moment mit einer Behinderten dort sein?(Zivi)
    Wir haben heute mal die Nachrichten aufgenommen, einfach auf die Bilder klicken, dann kommt das RealVideo.


    Points 63

    Mittwoch, 25. August 1999

    Mittwoch 25 8 1999

    Wir werden aelter, oder wie ist es zu erklaeren, dass wir ein Stadtbesichtigungstag einlegen? Stralsund, eine nette aeltere Stadt die uns gefallen hat, besonders das alternative Projekt Garage. Abends war ich dann wieder in Berlin um mich auf Spanien mental vorzubereiten.

    Points 72

    Dienstag, 24. August 1999

    Directors cut! Ein Tag mit dem Meer

    Directors cut! Stille! Alle drehen sich.

    Darf ich den Strand als Buehne fuer den Dienstag vorstellen. Der Strom ist
    gelegt, alle Kabel verteut, sogar den Sand hab ich Korn fuer Korn
    geprueft.

    "Ein Tag mit dem Meer"

    Mit Hut und Kniehosen strapse ich am Set entlang, hier gegrinst, dort
    gelacht, denn wenn du eins nicht gebrauchen kannst, dann sind das stafile
    Akteure.
    Wo ist der Indianer mit der Feder? Er ist nicht da, haett er doch gerade
    voll in die Szene gepassr. Mit der Macht in sich durch den Sand laufend,
    vorbei an meinen teuer bezahlten Volleyballspielern und dann schnurstracks
    in Anmut hinter die Kulissen. Welche so gut geworden sind, dass man sie
    nicht mehr von echten Duenen unterscheiden kann.

    Film laeuft -Klappe- Szene1, die Strandgruppe vollzieht die
    Kindheitstherapie. Lustig tollen die Hauptdarsteller am Wasser, lachen und
    lassen feuchten Sand durch ihre Haende laufen, welcher sich zu einer Kleckerburg
    der feinsten Sorte anhaeufelt. Es war gar nicht schwierig meine Darsteller
    auf ihre Situation einzustellen. Sie sollten sich einfach nur wie Kinder
    benehmen, den gluecklichsten unter uns. Das taten sie und so war es kein
    Problem, schwierige Situationen, wie vorbeilaufende, schraegdreinschaunde Erwachsene zu
    meistern.

    Was waere ein Blockbuster ohne Fussball, also ueberredete ich den
    zufaellig hinter mir spielenden Pele zu einem Meisterschuss auf Zelloloid.
    Ich habe den Striefen noch nicht geschnitten weil ich mir noch nicht im
    Klaren bin, in welche Richtung der Film driften soll. Vorsichtshalber
    habe ich jedoch berauschende Lachszenen festgehalten, die beim Zuschauer
    zuerst Entsetzen und Verwirrung ausloesen werden, doch dank der grossen
    Gesichtsaufnahmen wird es mein Publikum wegreissen.
    Leider konnte ich bis jetzt nur ein Ergebniss meiner genialen special effects sehen:
    Der grosse Finale Mondaufgang. Ich hab wohl mit dem lila Dunstzeug ein
    bisschen uebertrieben. Oli meinte, es habe einen orientalischen Touch,
    nachdem man nichts mehr sah ausser lila Wolken vor dem vom Mond
    beschienenem roten Sonnenuntergangshimmel.

    -Klappe-  Ein wunderschoener Drehtag und es heisst, dass jeder Regisseur
    nach so einem Tag eine Szene ganz lieb gewonnen hatt. So auch bei mir,
    jedoch wurmt es mich diese nicht festhalten zu koennen, oder wird es in
    Zukunft moeglich sein, dass du durch die Kinoleinwand tritts und in deinen
    Film heinenlaeufst?

    Montag, 23. August 1999

    Sonntag, 22. August 1999

    Samstag, 21. August 1999

    Freitag, 20. August 1999

    Freitag 20 8 1999

    Nach einem Treffen mit der achsozuckersuessbetoerenden Martine vom letzten Mal, musste doch ein Irrtum eingestanden werden.
    Mit Raedern unterm Wohnzimmer und ner Idee im Rucksack kam unsere Rettung in Form von Christian aus HH. In Vorfreude auf die morgen stattfindene Tachion (einer GOA-Party nahe Hamburg) begab sich nun unserer auf 7 Mann angewachsene Truppe an die Lagerfeuer am Strand.
    Sachsengeschwaetz vertsrahlte Frauen und Psychologinen, denen du schon an der suessen Nasenspitze ansiehst: redmitmir,unterhaltemich,aberwenndumichanfaesst,dannbekommstduneFreud'scheVorlesungueberDich.

    Points 76

    Donnerstag, 19. August 1999

    Donnerstag 19 8 1999

    Ist schon krass, was man an einem solchen Dauerregentag alles machen kann! Eins sollte man jedoch lassen, den Besuch der Prolldorfdisse "zum Lotsen". Glitzerschwester und Glitzerbruder vereint.

    Points 68

    Mittwoch, 18. August 1999

    Mittwoch 18 8 1999

    Ist es denn so schwer zu mir zu finden? Aber irgendwann waren sie da, der Oli und der Danny. Fertig zum Aufbruch Richtung Ostsee um 2330. Das dauernde Wolkenbruchwetter gab unser sowieso verrueckten Fahrt noch den letzten Schliff. Oder ist es normal zwischen zwei Punkten C und D, die auf der Strecke von A (Berlin) nach B (Goehren) liegen 6 mal zu Pendeln? Um 0400 hatte die Ostsee uns dann wieder.

    Points 51

    Dienstag, 17. August 1999

    Dienstag 17 8 1999

    Der Tag ist zwar noch nicht rum, aber es ist mal wieder Zeit mich auszulassen ueber mein momentanes Gefuehlswirrwarr. Seit beginn der Semesterferien bin ich nur von anderen Leuten umgeben gewesen. Ich bin mit ihnen eingeschlafen und wieder mit ihnen aufgewacht. Eigentlich wunderbar, immer was los, nie allein, aber ich hab schliesslich schon fast ein Jahr alleine gewohnt und habe mich voll daran gewoehnt. Ich hoffe ich habe in naechster Zeit mal wieder etwas mehr fuer MICH uebrig.
    Dann sind da noch die Frauen. Als ich heute ein paar Erledigungen getaetigt habe ist mir das mal wieder voll aufgefallen: ich geh die Strassen entlang und auf einmal seh ich so ein wundervolles Geschoepf und ich habe nichts anderes zu tun als zu grinsen und zu flirten. Ich konnte an keiner Frau vorbeigehen, ohne sie zu beachten. Mensch, Mensch, Mensch bin ich mal wieder spitz ;)
    Was schwirrt da sonst gerade noch so in meinem Kopf herum? Es ist die Planung der restlichen Semesterferien und die Ungewissheit mit der WG. Morgen will ich erstmal hoch an die Ostsee (hab ich dazu ueberhaupt Bock??) vielmehr Lust haette ich auf die Tramptour nach Spanien. Ich hoffe ich bekomme beides unter einen Hut, terminlich und finanziell.
    Meine sexuelle Unausgeglichenheit habe ich ja schon angesprochen, aber wie sieht es mit der Liebe aus? Waere ich denn jetzt ueberhaupt in der Stimmung jemanden zu lieben? Mir graut schon wieder vor dem ganzen Stress den sie mit sich bringt. Sorry Stress ist das falsche Wort, Kompliziertheit waere besser, aber das Wort gibbet bestimmt nicht. Diese Kompliziertheit ist so einnehmend, aber das paradoxe in mir ist, dass ich keine "einfache" Beziehung will (wenn es die ueberhaupt gibt?).
    Jetzt gerade wo ich hier mit vollgeschlagenem Bauch sitze kommt mir ein kleiner egoistischer Gedanke: Wie schoen waere es, wenn es eine Frau geben wuerde, die oberhammerfuenftausendmal in mich verknallt waere und ich nichts anderes tun muesste als zu existieren und mir die Locken zu drehen.
    So jetzt lache ich mal kurz und vergesse das schnell wieder ;-) denn gleich kommt Dodo und wir gehen noch zu ner hoffentlich lustigen Party.

    Points 59

    Montag, 16. August 1999

    Montag 16 8 1999

    Fruehstueck bei Sonnenschein mit anschliessendem Einkaufsbummel durch die Stadt. Ich werd mich in naechster Zeit mal so richtig im 70'er style einkleiden. Dieser grosse Kragen, der hueftenge Schnitt und diese supergeilen Schnickschnaks passen zu mir, wie meine momentane Frisur in diese Epoche. Nach dem Sonnenuntergang im Mauerpark war mal wieder sneak-preview angesagt. Heute: "Cookies fortune" eine amerikanische Kleinstadtstory um den Mord (Selbstmord) der alten Dame Cookie. Kein grosses Kino aber schoengespielte kleine Alltagssituationen.

    Points 80

    Sonntag, 15. August 1999

    Sonntag 15 8 1999

    Heute ging es nun los, ich fuhr mit Dodo nach Berlin, wo er morgen mit seinem Zivi beginnt. So lange ich im Urlaub bin, wohnt er hier in meiner Butze. Meine Vorfreude auf eine WG mit ihm und Oli steigt immer mehr, denn die Mischung scheint perfekt zu sein ;-)

    Points 70

    Samstag, 14. August 1999

    Samstag 14 8 1999

    Party! zwar nicht eine meiner einers, sondern die meiner Mutter. 50 wurde sie ja am Tag der Sofi.
    Onkels, Tanten, Cousinen, Cousins und deren Partner, eine lustige Mischung von lustigen Leuten von Muenchen bis Wolgast.
    Am spaeten abend ist mir dann ein Scheissding passiert: "Filmriss". Kann ich als Entschuldigung sagen, dass das nicht mir passiert ist sondern dem Stefan, der diese 2 Stunden miterlebt hat? Nein kann ich nicht! Wie kann ich es denn dann entschuldigen? Welch ein Glueck, dass ich solch kulante Eltern habe und sie mich nicht in Stuecke zerissen haben. Verdient haette ich es.

    Points 61

    Mittwoch, 11. August 1999

    Mittwoch 11 8 1999

    Sofi! Der Grund unseres Bayernbesuches sollte nun heute am Geburtstag meiner Mutter geschehen. Das Wetter war nicht gut, aber auch nicht schlecht, haelfte Wolken haelfte Sonne.
    Nachdem wir aufwachten, fuhren wir ein paar km weiter an ein schoenes Plaetzchen mit Wald und einem schoenen Blick auf die uns umgebenden Taeler. Wie hiess es doch, "nie ungeschuetzt in die Sonne schauen"? Kein Problem, ein paar Schichten Alufolie vor unsere Sonnenbrillen brachten den erwuenschten Effekt.
    Der Spass begann langsam (waehrend der andere nicht kam[insider]). Der Mond verdeckte die Sonne immer mehr und so gegen 1235 wurde es leicht dunkler---dunkler---dunkler. Wir gingen den Bergkamm entlang und sahen das Rot am Horizont.
    Um 1237 hatte ich fuer eine Sekunde so ein Gefuehl der Ungewissheit (was nach Oli's Definition Angst ist) denn wir befanden uns in finsterer Nacht. Am nichtschwarzen, dunkelblauen Sternenhimmel zeigte sich eine wundervolle Korona, leicht roetlich aber doch schoen. An der rechten oberen Ecke der Kugeln (und ich will Wissenschaftler werden ;-) zeigte sich ein kleiner Lichtpunkt der funkelte wie ein Diamant.
    Nach 2 Minuten 1239 wuchs dieser Diamant und aus ihm wurde ein ganz spezieller Sonnenaufgang. Wie immer nahm die Begeisterung ihren Lauf und wir schrieen und jubelten was das Zeug hielt.
    Den Rest des Tages, bevor der Regen kam und wir nach einer Besichtigung Ingolstadts nach DE fuhren, verbrachten wir lachend und sonnend.

    Points 91

    Dienstag, 10. August 1999

    Dienstag 10 8 1999

    Wir sind nun doch durch staendiges Warten ne groessere Truppe geworden, die heute Richtung Kernschatten aufgebrochen ist. Keine Angst, so langweilig war es nicht, denn es ging nicht weit. Oli's Auto hatte wieder Bock auf rauchen, diesmal war es nicht der Keilriemen sondern vermutlicher Weise die Zylinderkopfdichtung.
    Die Karre an ein Seil gehaengt, an dessen anderem Ende ein zweites Auto uns zu Oli zog um das Auto zu wechseln. So gegen 0200 standen wir irgendwo in Bayern hinter nem Feld. Jaja es gibt viele verrueckte, die sich die Sonnenfinsterniss ansehen wollen und dafuer in der Pampa pennen. 2 von uns pennten in ihren Autos und wir 4 schliefen unterm Himmelszelt, welches eisebein klar war.


    Points 69

    Sonntag, 8. August 1999

    Sonntag 8 8 1999

    Heute waere der Tag gewesen, an dem die Planung einen Tourstart richtung Stuttgart vorgesehen haette.
    Ich schreibe im Konjunktiv, also hats nicht geklappt. Der Grund: aufm Rueckweg vom Melt leuchtete die Batterieanzeige des Autos, aber angesprungen isser trotzdem.
    Lustig waren dann spaeter die Deutungen eines *kloppf*roechel*klimper*Geraeusches. Sie reichten von Flyern, die unterm Scheibenwischer im Wind flatterten, bis hin zu Dingen, die sich unsere Automechanikergehirn nie haette vorstellen koennen.
    Genauso ging es dann weiter, als wir am Strassenrand neben dem qualmenden Teil von Auto standen.
    Mag garnicht erzaehlen wie es dazu kam, dass jemand darauf kam, die zwei Teile des Keilriemens zu entfernen. Geschweige denn wie wir am Sonntag Morgen nen neuen besorgt haben, bis hin zum ADAC-Mann, der das ganze dann kostenlos machte.
    Wenn es sowas wie eine Traumfrau fuer mich gaebe (was es natuerlich nicht gibt), dann weiss ich jetzt, dass Autofahren und reparieren zu ihren Faehigkeiten gehoeren muesste, ich kanns nicht

    ;-)



    Points 60

    Samstag, 7. August 1999

    Samstag 7 8 1999

    Melt '99 pumpende Schallwellen, droehnende Baesse mit guten Leuten in einer geilen Athmosphaere.
    Die Musik diverser DJ's kam aus einem Kolossartigem Bagger, der sich ueber unseren Koepfen erhob und zu dessen Fuessen wir 3000 tanzten. Die volle Ladung tanzen, grinsen und Spass haben gab ich mir abwechselnd open air unter den Baggern mit SchweißerSound, und etwas hipperen house im Gartenhouse.
    Doch die Schoenheit des Areals wurde uns erst klar, als auf einmal die Sonne aufging. Wir befanden uns von den Baggern abgeschirmt kurz vor dem Abhang in eine Grand Canyon Landschaft (und ich weiss wovon ich rede, sah ihn schliesslich mit eigenen Augen). Kaum vorstellbar, dass hier zu Honnis Zeiten der Braunkohletagebau ablief.

    Points 88

    Donnerstag, 5. August 1999

    Donnerstag 5 8 1999

    Die Tuer geht auf, ein grosser dunkler Raum. In der Mitte steht ein Tisch mit vielen Kerzen, eine knisternde Athmo, denn der Raum wird durch Vivaldi erfuellt. Auf einmal geht die Tuer auf und schnucki Patrick traegt 2 Platten mit knusprig braunen Haehnchenteilen herein. Das Festmal kann beginnen. 4 Kerle(oliN oliF Patrick me) vergreifen sich an Rotkohl, Letscho und Kartoffelpuerre. Abgerundet wird das ganze durch eine lecker lecker Sosse.
    *kling*kling*kling* liessen die Weinglaeser verlauten, was sie noch hunderte male an diesem abend taten. Nachdem die Baeuche gefuellt waren, ging es daran die Kalorien wieder abzubauen, man schwingte mehr oder weniger zur Schallplattensammlung meiner Eltern. Welche viele geniale Platten der 70'er enthielt.
    Die Stimmung schaukelte sich immer mehr auf, als wuerde sie nie enden. Ein Abend mit Erinnerungscharakter.

    Points 99

    Dienstag, 3. August 1999

    Dienstag 3 8 1999

    Ich schlief heute mal wieder nicht in meinem eigenem Bett, sondern genoss ein Fruehstueck mit und bei Axel. Am abend hatten wir dann eine lustige Grillparty draussen bei Veit im Garten. Auf der Hinfahrt sass noch eine Dame, dessen Gesicht mir bekannt vorkam mit im Auto. Ich war mit Oli mal vor 2 Jahren oder so bei nem Konzert von "TripleX" der damaligen Band meines Bruders und dessen Freunde und dort war sie mit ihrer Freundin auch. Sie blieb sogar noch bis nach dem abbauen und fuhr dann mit uns im Bandbus "Olaf" (marke:Barkas) nach Hause. Hat mich irgendwie fasziniert, dass Frauen so auf Musiker stehen ;-) Jetzt ist sie gluecklich mit dem damaligen Drummer zusammen.

    Points 80

    Montag, 2. August 1999

    Montag 2 8 1999

    Der Tag beginnt ungewoehnlich zu einer menschlichen Zeit. Um 1000 trinken wir unser Kaefchen um uns dann zur Uni zu begeben. Christian moechte an der TU Physik studieren. Irgendwie habe ich ein schlechtes Gewissen, dass er gleich zu Anfang der WG-Planung aussen vor gelassen wurde.
    Wir eroberten dann noch die Reichstagskuppel bevor wir uns in den TachelesGarten setzten um bei spaciger Athmo ein Fruehstuck zu geniessen.
    den späten Nachmittag verbrachte ich endlich mal wieder in der Uni, um die ganzen Urlaubseintraege nachzuholen. Die sneakpreview begann wie immer um 2300, diesmal ein totaler Scheissfilm namens "Nachtgestalten". Außer das der Film in Berlin spielt ist er nicht so dolle, zu schnell wechseln sich Lacher und pure eklige Gewalt ab. Da macht das Lachen kein Spass, wenn du kurz vorher siehst wie ein Mann seine Frau blutig schlägt oder sich eine jugendliche Prostituierte Heroin spritzt.
    Ich war mit Bine, Axel, Andi und Ulrike Maerz da. Mensch die alte Uli, wie lange hab ich die denn nicht mehr gesehen? War sie als Pubertierende nicht mal in meinen Bruder verknallt?*schelmischgrins*
    Stopp!
    Auf dem Weg zur sneak wartete ich am S-Bahnhof Tiergarten auf meine Bahn, das dauerte und ich war schon recht muede. Ich schloss meine Augen und mein Geist drehte ab, dieses ungewollte trancegefuehl habe ich selten, aber wenn es kommt, dann geniesse ich es. Plötzlich fuhr ein ICE vorbei und ich dachte mir, das wars dann wieder und riss die Augen wegen des Laermes auf. In der Erwartung jetzt diesen weissen Zug zu sehen schoben sich meine Lieder nach oben,--es kam ein Gesicht auf mich zu und kuesste mich ganz sanft-- ganz verduzt merkte ich, dass ich die Augen immer noch nicht auf hatte.
    Verrueckt! wozu das menschliche Hirn so faehig ist. Aber wieso war es Dan's Gesicht???????

    Points 88

    Sonntag, 1. August 1999

    Sonntag 1 8 1999

    Schlafen Schlafen Essen Essen Schlafen Baden Essen Schlafen, sowas braucht man nach der Ostsee und den groessten Kick bekommt man dann, wenn man dran denkt, man koennte das jetzt bis 20.Oktober so machen. NEIN. Is nich, es geht mal kurz Zurueck nach Berlin (irgendwas werd ich da wohl schon zu tun haben :) und da Christian auf dem Weg nach Hamburg sowieso bei mir halten wollte verknuepften wir das.
    So gegen 0100 sassen wir dann irgendwo im Prenz'lberg auf nem Dach und schauten ueber die Grossstadt Berlin, ihre Lichter und ihre verstummenden Geraeusche hatten schon was an sich. A stuendle spaeter gesellte sich mein Bruder, der (wie kann es anders sein) auch gerade von der Ostsee kam zu uns.
    WELCOME BACK IN SOMMERTOTESTADT BERLIN

    Points 80

    Donnerstag, 29. Juli 1999

    Donnerstag 29 7 1999

    Wir redeten immer noch. Leider hatten wir diesen Zeitdruck im Hinterkopf, denn wir dem Broetchenlieferanten versprochen um 0800 ganz suess zu schlafen.

    Das zu Hause rief, besser gesagt rief an und wir stellten uns auf Abfahrt ein. Jedoch nicht ohne nochmal die letzten Hautpigmente
    zu killen. Welch holdes Glueck ereilte uns, wir trafen den
    Broetchenlieferanten nochmals und kamen vor lauter Abschiedsschmerz erst ne Stunde spaeter los. Ich war leicht durcheinander, das kann doch garnicht sein. Was hat dieses junge Maedchen, was andere
    Frauen nicht haben? Klar ihre Augen waren der Hammer aber das allein konnte es nicht gewesen sein. Ich glaube, es ist einfach faszinierend, wenn du merkst, dass sich jemand stark fuer dich interressiert.
    Back on street hiess es dann wieder, ich will garnicht erzaehlen, so lang haben wir gebraucht.


    Points 71

    Mittwoch, 28. Juli 1999

    Mittwoch 28 7 1999

    Vor lauter Lachen das Schlafen vergessen! Was macht man in einer solchen Situation? Klar, ich schwinge meine Beine ueber den schon leicht warmen Sand, gleite die Promenade entlang um beim Baecker die frischesten Broetchen zu bekommen. Brunch, Kaese und eine Salami rundeten das ganze ab.
    Das Auto war dann bis 1500 unser Domizil, muss verdammt komisch ausgesehen haben, 2 Kerle halbnackt schlafend auf nem oeffentlichem Parkplatz. Am Nachmittag waren wir dann
    sehr auf Martine gespannt, hatte sie so starken Eindruck hinterlassen???was war so faszinierend??
    Eine Stunde spaeter als geplant ging es dann los Richtung Kap Arkona, dort erwartete uns mal wieder eine Naturdarbietung aller erster Sahne. Gerne wuerd ich dies wieder in schoene Worte packen, jedoch habe ich es wohl schon zu oft getan >:)
    Die gesamte Rueckfahrt ueber nahm ich mit Oli Themen wie Glauben und Religion auseinander, bis wir vor dem Weinregal an der Tanke standen um uns dann doch fuer den Klaren zu entscheiden. Die Lagerfeuer brannten wieder in Baabe, jedoch hatten wir kein Bock auf latschen, also ketteten wir uns an das erste.

    Leute aus Berlin, Darf ich gruessen den Geographen der HU. Wie immer stellt man dann nach etlichen Erzaehlchen fest, dass man irgendwie in Beziehung steht. Der heutige Fall war der Exfreund, der Freundin von der Freundin eines Kumpels von uns.
    HIHI
    Gegen 0400 waren alle verschwunden und Oli wieder ansprechbar. Wir begaben uns ins Auto um 2 Schachteln Ziggis zu rauchen und um uns die Seele vom Leib zu quatschen.


    Points 93

    Dienstag, 27. Juli 1999

    Dienstag 27 7 1999

    Der Plan war eigentlich ein Boot zu mieten um damit den Koenigsstuhl zu umschippern.
    Doch grossen Bock auf ein Tretboot hatten wir nicht :) Man gab sich der Sonne, dem Strand und dem Bramborium drumrum hin.

    Auch zu den Stoertebeckerfestspielen trieb es uns wieder, diesmal jedoch erschien die Handlung fuer uns *unverstaendlich*.
    Auch so hatten wir unseren Gaudi und der war besser als es olle McStoerti haette je machen koennen.

    Auf dem Rueckweg hatten wir das unbaendige Beduerfniss jede Melodie mitsingen zu muessen....bis es kloppfte..
    jemand meinte: hey ihr seit auch aus Dessau? Wie klein die Welt doch ist. Ein bisschen (oder ewig) smalltalk mit der Frau dessen Gesicht bekannt vorkam und dann ging es auch schon wieder auf die Suche nach einem passendem Lagefeuer. Das fand sich schnell
    und in Hinsicht auf das Thema Kommunikation liefen Oli und ich zur Hochform auf (MEGASPASSGEHABTHAB).

    Trotz diverser Bekanntschaften blieb uns eines besonders in Erinnerung: Ein Nazi der sich in die Hose pisst
    Als waere das nicht genug des Guten, nein wir durften dann noch Stundenlang mit ihm ueber ihn Lachen, der war so leer im Kopfe, es schien ihm Spass zu machen.


    Points 91

    Montag, 26. Juli 1999

    Montag 26 7 1999

    Es sieht lustig aus, wenn sich Koepfe im Schlafsack rekeln, denn ab 9-10 ist es einfach schon zu warm am Strand um weiterpennen zu koennen.
    Dann musste es irgendwann einmal hineingehen, in das etwas waermere Wasser als noch zu Pfingsten (FLASCHBACK). Einen Strandlauf im Anschluss gehoert sicherlich dazu. Mach ich das nur um ein Alibi zu haben? Denn du weisst genau, dass die naechsten Tage nicht leicht fuer deinen Koerper werden.

    Den ganzen Nachmittag verbrachten wir mit den Leipzigerinnen am Strand mit Baden, Sonnen, Schlafen ja sogar Volleyball taten wir uns nach einer Staerkung an.

    Die Natuerlichkeit der beiden beeindruckte mich sehr, ich glaube nur bei solchen Frauen fuehl ich mich so richtig pudelwohl.

    Ostseetime means Weintime, also Los zur Tanke und noch ein paar Tropfen dieses edlen Gutes besorgt.
    Auf dem Weg zurueck zu unserem Park/Stellplatz, fiel sofort die sinkende Sonne auf. "Der Bauch
    sagt Hue und wir machen Hott" schnell noch die Maedels eingeladen und auf gings zum Suedzipfel unsere Insel.
    Dort angekommen erschloss sich uns ein atemberaubendes Naturschauspiel: Der Himmel puderrot ringsrum nur Meer und von unserem Huegel aus konnte man so langsam die Spiegelung des Vollmondes auf den seichten Wellen erkennen.

    Kurz vor dem Schlafen genoss man noch Lagerfeuerathmo mit Gitarre.

    Points 90

    Sonntag, 25. Juli 1999

    Sonntag 25 7 1999

    Bin jetzt wieder in Berlin, Oli und ich machen ein friedliche Pause, bevor wir mal wieder gen Ostsee aufbrechen, mal wieder den grossen Zeh in die Pfuetze halten und von der Kueste uebers Teich schiffen. Vor dem Jetzt gab
    es ein leckeres Sonnenfruehstueck im Cafe Eckstein.
    (16:00 UHR) Wir freuen uns schon jetzt auf unsere Flasche Rotwein, die wir heute bei Lagerfeuer, Strand und klarem Sternenhimmel genießen werden. Mit einer leichten Ostseebriese am grossen
    Zeh, sagt der Oli&derStefan bis in 4 Tagen, oder nicht, oder so;) *ihr wisst schon* //the audience is reading// copyright by SAS (Stefan entertainment system)
    So das war die Vorfreude am Nachmittag. Wir fuhren unsere Geliebte "B96" entlang und erkannten viele Stellen, an denen wir vor 2 Jahren mit dem Rad rast gemacht hatten.
    Gegen 2200 erreichten
    wir dann Baabe. Der Motor aus und *klick* es ist Urlaub. Als wir dann zum Strand wollten, liefen doch gleich zwei nette Damen saechsischer Abstammung vor unserem Auto entlang. Wie sich rausstellte,
    schliefen sie auch in ihrem Auto. Trotzdem wir uns verlabert und vertrunken haben, kamen wir so gegen 0100 an den Strand.
    Voll die fetten Feelings, wenn du dich im rauschen des Meeres und Windes wiegst.


    Points 85

    Dienstag, 20. Juli 1999

    Dienstag 20 7 1999

    Der letzte Tag dieses Semesters, nur noch eine muendliche Pruefung und dann ist es geschafft. Sie verlief wie geschmiert, wenn nicht sogar perfekt.
    Den Abend wollte ich eigentlich mit einer netten Frau im Mauerpark verbringen. Aber nach Murphys Gesetz geht alles schief was nur schief gehen kann. Es ereilte mich eine Schreckensmeldung und es gibt jemandem auf diesem Planeten, der nun Trost und Herzlichkeit braucht.
    Deshalb habe ich auch die Suchfunktion nicht zu ende schreiben koennen. Ich werde mich jetzt erstmal aus dem Staub machen und das leere Berlin verlassen. Ich verspreche ich versuche von ueberall wo ich Zugang zum Internet habe mein Tagebuch weiter zu schreiben.
    Ich wuensch mir ein paar nette Ferien ;-) cya

    Points 40